Juve-klatsch: elkann verkauft turin, bleibt die legende?

John Elkann hat gerade die „Gazzetta“-Heimat Zeitung La Stampa verscherbelt. Jetzt rührt der Vorstand von Exor den nächsten Tabu-Schatz: die Juventus. Und die nächste Elkann-Generation – Leone, Oceano, Vita – sitzt schon in der Curva Südkurve.

Die juve steht nicht zum verkauf – bis der preis stimmt

847 Millionen Euro Verlust in fünf Jahren, vier Kapitalerhöhungen seit 2019, 637 Millionen musste der Familienholding allein schon reinbuttern. Für manche Agnelli-Zweige ist der Fußballclub längst eine Blechdose mit Löchern. Daher der Flüster-Trend: Wenn schon La Stampa weg kann, warum nicht auch das Stadion an der Continassa?

Der Krypto-Riese Tether hatte im Dezember 2,7 Milliarden auf den Tisch gelegt – Elkann lehnte ab, präsentierte sich im Hoodie mit dem alten Bank-Foto aus dem Gründungsjahr 1897. Symbolik statt Kohle. Doch Exor-Chefin Suzanne Heywood, die echte Strippenzieherin im Hintergrund, treibt die „Global-Asset-Story“ voran. Amsterdam ist heute Hauptsitz, die Belegschaft spricht Englisch, und Turin? Wird zur Nebenfiliale.

Leone und oceano: die kids wollen keinen ausverkauf

Leone und oceano: die kids wollen keinen ausverkauf

Leone Mosé, 19, twitterte offiziell auf Juve.de: „Für mich ist Juve mehr als Leidenschaft, sie ist meine Identität.“ Oceano Noah, 18, feierte mit Spielern im Kabinengang, als Spalletti Napoli schlug. Die Geschwister sollen intern Lobbyarbeit betreiben – Papa John hört zu. Gleichzeitig wächst der Druck der anderen Familienzweige: Juve als Trophäe wirft keine Dividende ab, kostet aber Prestige im Valley.

Marktbeobachter halten 2,7 bis 3 Milliarden für realistisch – Atletico Madrid wurde kürzig mit 2,5 bewertet. Doch die italienische Politik schaltet sich ein: Sportminister Abodi ließ durchscheinen, „strategische Aktiva“ könnten künftig Sondergenehmigungen brauchen. Elkann würde auch gegen Rom pokern.

Die Wette der Analysten: Bleibt die Serie-A-Konstante außerhalb der Champions-League-Plätze, wird ein Investor mit tiefen Taschen irgendwann unterschreiben. Die Wette der Kinder: Ein neuer Sportdirektor, ein neues Stadion-Erlebnis, und die Bilanz wendet sich. Zeitfenster: zwei Jahre, maximal drei. Dann entscheidet sich, ob die Juve weiter ein Familienfoto bleibt – oder nur noch ein Einzelbild in einem US-ETF.