Juve-dämmerung: 21 gegentore in 30 tagen – europas brüchigste elite-defensive
Ein Monat, 21 Gegentore, null Clean Sheets. Die Juventus ist vom Schloss zum Scherbenhaufen mutiert.

Die zahlen schreien lauter als allegri-soundbites
Vom 1. Februar bis 1. März kassierte die Alte Dame in acht Pflichtspielen 21 Treffer – kein Klub in den Top-5-Ligen wurde öfter überwunden. Zweitschlechster Wert: Newcastle mit 16 Gegentoren. Die Quote ist brutal: 48,8 % aller Torschüsse landen im Netz, 52 % der Schüsse aufs Tor schlägt ein. Davor? Zweimal klingelte es in den vorangegangenen acht Partien. Von zwei auf 21 – das ist keine Formdelle, das ist ein Kollaps.
Der Zusammenbruch folgt keinem Script. Gegen Parma, Udinese, Sassuolo und Genoa – also genau den Gegnern, die Spalletti jetzt als "Rettungsanker" nennt – patzte die Abwehr kollektiv. Ballverluste im Aufbau, verschleppte Rückzüge, verschossene Zuordnungen: Die meisten Gegentore resultieren aus Eigenfehlern, nicht aus Gala-Kombinationen. Selbst Gleison Bremer, zurück nach Adduktoren-Blues, wirkte in Rom wie gerade aus dem Urlaub gekommen.
Die Folge: Sechster Platz, Pokal-Aus, Champions-League-Risiko. Und ein Transferplan, der vor allem ein Ziel kennt: Marcos Senesi soll kommen, ablösefrei aus Bournemouth. Ob ein einziger Argentinier die Löcher flickt, die mittlerweile so groß sind wie das Stadionloch in der Continassa?
Spalletti betont Kollektivschuld, doch die Wahrheit ist schlicht: Ohne Balance zwischen Mittelfeld-Pressing und Abwehr-Kette wird selbst ein Di María-Zauber nicht reichen. Die nächsten vier Spiele bestimmen, ob die Saison ein Titel oder ein Tamtam wird. Die Zeichen stehen auf Aufräumen – oder Absturz.
