Juncadella: vom macao-sieger zum le-mans-traum mit genesis
Dani Juncadella, der einzige spanische GP-Sieger von Macao, steht kurz vor dem größten Rennen seines Lebens: den 24 Stunden von Le Mans. Nach einer Karriere, die ihn durch die Welt der GT-Rennen führte und ihn immer wieder an die Spitze brachte, soll nun der absolute Sieg in der Königsklasse des Motorsports folgen – mit dem ambitionierten Team von Genesis.
Der testlauf in la sarthe: erste eindrücke im gmr 001
Die Wartezeit hat ein Ende. Nach Jahren, in denen er in den Schatten der Formel 1 operierte, konnte Juncadella am vergangenen Sonntag endlich die ersten Runden mit dem Genesis GMR 001 auf dem Circuit de la Sarthe absolvieren. Ein entscheidender Moment, nicht nur für ihn, sondern für das gesamte Projekt des koreanischen Luxusherstellers. Die ersten Eindrücke waren vielversprechend, auch wenn Juncadella vorsichtig formuliert: “Die Strecke war am Anfang natürlich sehr staubig, aber das Auto fühlte sich schnell konkurrenzfähig an. Besonders in den schnellen Kurven hat es richtig Spaß gemacht.”
Mit Geschwindigkeiten von 330-340 km/h auf den Geraden spürt Juncadella die enorme Kraft des Hypercar. “Das ist ein Gefühl, das man in den GT-Klassen so nicht erlebt,” gesteht er und betont, dass die Herausforderung nun darin besteht, das Potenzial des Wagens voll auszuschöpfen und im Teamwork zu wachsen. Genesis betritt als erster koreanischer Hersteller die Bühne der 24 Stunden von Le Mans – ein historischer Moment für den Automobilrennsport.

Die ambition: nicht nur starten, sondern gewinnen
Juncadella ist kein Mann, der sich mit der Teilnahme zufrieden gibt. Sein Ziel ist klar: “Ich möchte Le Mans gewinnen. Das ist mein Traum.” Er weiß, dass der Weg dorthin steinig ist, insbesondere im ersten Jahr des Genesis-Projekts. “BMW und Cadillac sind dieses Jahr extrem stark. Wir müssen vorsichtig sein und uns auf das Lernen konzentrieren.” Dennoch glaubt er an das Potenzial des GMR 001 und ist zuversichtlich, dass das Team mit harter Arbeit und kontinuierlicher Verbesserung im Laufe der Saison Boden gutmachen kann.
Die verpasste Chance, in Qatar zu starten, schmerzt, da diese Rennveranstaltung eine wichtige Gelegenheit zur Vorbereitung gewesen wäre. “Wir haben die Zeit stattdessen für zusätzliche Tests genutzt”, erklärt Juncadella, “aber ein zusätzliches Rennen wäre natürlich ideal gewesen.”

Die verbindung zu verstappen: mehr als nur simracing
Juncadella blickt auf eine ungewöhnliche Freundschaft mit Max Verstappen zurück, die im Simracing begann. “Er ist ein unglaublicher Talent, der sich auch in anderen Bereichen schnell anpasst,” lobt Juncadella. Besonders beeindruckt hat ihn Verstappens intuitive Fahrweise im Verkehr, die ihm bei den 24 Stunden von Nürburgring zum Erfolg verhalf. “Er scheint alles in Zeitlupe zu sehen.” Die Zusammenarbeit mit Verstappen hat Juncadella nicht nur sportlich, sondern auch persönlich bereichert. “Es ist ein Privileg, mit solchen Champions zusammenarbeiten zu dürfen.”
Für Genesis geht es bei den 24 Stunden von Le Mans vor allem darum, das Rennen zu finishen. “Das wäre ein riesiger Erfolg”, sagt Juncadella, “und ein wichtiger Schritt auf dem Weg zum Sieg.” Der Traum lebt – und mit ihm die Hoffnung auf eine glorreiche Zukunft für Genesis im Welt der Langstreckenrennen.
