Azteca bebt: das längste wm-turnier beginnt mit risiko!

Ein Gewitter über Mexiko-Stadt, wütende Proteste in der Innenstadt – und dann das Fußballfest: Das Eröffnungsspiel der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 im legendären Estadio Azteca ist mehr als nur ein sportlicher Akt. Es ist ein Balanceakt zwischen Tradition, Erwartungen und politischer Brisanz.

Ein stadion schreibt geschichte neu

Ein stadion schreibt geschichte neu

Drei Eröffnungen – kein anderes Stadion der Welt hat das jemals geschafft. Das Estadio Azteca, ein Tempel des Fußballs, wird Geschichte schreiben, als Gastgeber für 1970 (Pelés Triumph), 1986 (Maradonas magischer Handschlag und sein Geniestreich) und nun 2026, wenn das Turnier mit 48 Teams seine ungewohnte Länge erhält. Die FIFA ehrt damit ein Bauwerk, das mehr ist als nur eine Arena – es ist ein Symbol mexikanischer Fußballleidenschaft.

Doch die Vorfreude wird getrübt. Die Regenfälle haben tiefe Pfützen rund um das Stadion hinterlassen, ein unschönes Bild vor dem großen Auftakt. Und dann die geplanten Proteste verschiedener Gruppen, die ihre Unzufriedenheit mit der Regierung demonstrieren wollen. Ob die Sicherheitsmaßnahmen ausreichen, um einen reibungslosen Ablauf zu gewährleisten, bleibt abzuwarten.

Das Spiel zwischen Mexiko und Südafrika ist dabei eine Wiederholung des Eröffnungsspiels von 2010, damals endete es übrigens 1:1. Javier ‘El Vasco’ Aguirre, der damalige Trainer, steht nun erneut an der Seitenlinie – und spürt den enormen Druck, den die anspruchsvolle mexikanische Fans von ihren ‘Tri’ erwarten.

Die Bilanz der letzten WM-Turniere ist ernüchternd: Mexiko scheiterte in den letzten sieben Weltmeisterschaften immer im selben Stadium – dem Viertelfinale. Die Erwartungen sind hoch, insbesondere als Gastgebernation. Die jüngsten Erfolge in der CONCACAF Nations League und der Gold Cup haben jedoch neue Hoffnung geweckt, und die jüngsten acht Spiele ohne Niederlage (drei von ihnen Unentschieden gegen Portugal und Belgien) sprechen für eine formstarke Mannschaft.

Hugo Broos, der 74-jährige belgische Trainer Südafrikas, könnte mit seiner Erfahrung und Ruhe einen entscheidenden Faktor sein. Aber heute zählt nur eines: Der Sieg im Eröffnungsspiel. Die Mexikaner sind klarer Favorit, doch im Fußball ist alles möglich.

Die Welt blickt auf das Estadio Azteca, und die Geschichte des WM-Turniers 2026 beginnt – mit einem Augenzwinkern des Schicksals und einem Hauch von Nervosität.