Julia taubitz übernimmt weltcup-führung und greift nach sechstem titel
- Ein sieg, der alles verändert
- Wie taubitz das rennen entschied
- Fräbel dicht dahinter – ein deutsches duell an der spitze
- Schulte verliert den anschluss
- Das ergebnis in st. moritz im überblick
- Der aktuelle stand im gesamtweltcup
- Taubitz und ihre olympia-geschichte: von der enttäuschung zum triumph
- Was beim finale auf dem spiel steht
Ein sieg, der alles verändert
Es gibt Momente im Sport, die man nicht planen kann – und dann gibt es Momente wie diesen. Julia Taubitz hat beim vorletzten Weltcup-Rennen der Saison in St. Moritz nicht nur gewonnen, sie hat die gesamte Hierarchie im Gesamtweltcup auf den Kopf gestellt. Mit einem starken zweiten Lauf zog die Olympiasiegerin an der bislang führenden Österreicherin Lisa Schulte vorbei und übernahm die Spitze der Gesamtwertung. Der sechste Kristallkugel-Triumph liegt zum Greifen nah.

Wie taubitz das rennen entschied
Was niemand so erwartet hatte: Es war ausgerechnet der zweite Lauf, der den Unterschied machte. Taubitz, bekannt für ihre Konstanz und Nervenstärke, lieferte eine makellose Fahrt ab und ließ der Konkurrenz keine Chance. Der Vorsprung auf die direkte Verfolgerin Merle Fräbel betrug am Ende nur 0,121 Sekunden – eine Winzigkeit auf der Rennstrecke, die aber im Gesamtklassement eine Welt bedeutet. Es war ihr zweiter Saisonsieg – und er kam zum perfekten Zeitpunkt.

Fräbel dicht dahinter – ein deutsches duell an der spitze
Und dann ist da noch Merle Fräbel. Die Vizeweltmeisterin aus Suhl folgt Taubitz auf Schritt und Tritt. In St. Moritz landete sie direkt hinter ihrer Landsfrau auf Rang zwei, und im Gesamtweltcup beträgt ihr Rückstand auf Taubitz lediglich 19 Punkte. Das letzte Rennen der Saison wird damit zum packenden Finale zwischen zwei Deutschen. Der Rodelsport zeigt sich von seiner spannendsten Seite – und das Duell ist noch längst nicht entschieden.
Schulte verliert den anschluss
Für Lisa Schulte hingegen war St. Moritz ein schwarzer Tag. Die Österreicherin, die noch vor diesem Rennen die Gesamtwertung anführte, kam nur auf Platz elf und verlor damit massiv Boden auf die beiden Deutschen. Was zuvor wie eine österreichische Erfolgsgeschichte aussah, ist nun ins Wanken geraten. Schulte wird im Abschlussrennen alles riskieren müssen – doch der Abstand auf Taubitz und Fräbel ist bedrohlich groß geworden.
Das ergebnis in st. moritz im überblick
- 1. Julia Taubitz (Oberwiesenthal) – Siegerin
- 2. Merle Fräbel (Suhl) – 0,121 Sekunden zurück
- 3. Verena Hofer (Italien) – Podiumsplatz
- 8. Melina Fischer (Zwickau)
- 9. Anna Berreiter (Berchtesgaden)
- 11. Lisa Schulte (Österreich) – große Verluste im Gesamtklassement
Der aktuelle stand im gesamtweltcup
| Platz | Athletin | Nation | Rückstand |
|---|---|---|---|
| 1 | Julia Taubitz | Deutschland | – |
| 2 | Merle Fräbel | Deutschland | 19 Punkte |
| 3 | Lisa Schulte | Österreich | deutlich zurück |
Taubitz und ihre olympia-geschichte: von der enttäuschung zum triumph
Wer die Geschichte von Julia Taubitz kennt, weiß, wie viel dieser Erfolg bedeutet. Vor vier Jahren verpasste sie bei den Olympischen Spielen das Gold im Einzel auf dramatische Weise – ein Moment, der sie hätte brechen können. Doch Cortina wurde zur Bühne ihrer Wiedergeburt. Dort holte sie gleich zwei Olympiamedaillen: Gold im Einzel und Gold mit der Teamstaffel. Seitdem trägt sie die Kristallkugel vier Jahre in Folge – und nun peilt sie den sechsten Gesamtweltcup-Titel an.
Was beim finale auf dem spiel steht
Das letzte Rennen der Saison wird zur Entscheidungsschlacht. 19 Punkte – das ist der Abstand, der zwischen Taubitz und Fräbel liegt. In der Welt des Rodelns kann das alles bedeuten oder gar nichts. Ich finde, genau das macht diesen Sport so faszinierend: Bis zur letzten Sekunde bleibt alles offen. Ob Taubitz die Kugel souverän nach Hause fährt oder ob Fräbel noch einmal für eine Sensation sorgt – das finale Rennen verspricht pures Drama auf Eis. Deutschland darf sich auf ein historisches Duell freuen.
