Julia taubitz: olympia-gold und der blick nach vorn – kein party-marathon
Taubitz feiert olympia-sieg zurückhaltend
Julia Taubitz, frischgebackene Olympiasiegerin im Rodeln, ließ es nach ihrem Triumph in Mailand Cortina 2026 ruhig angehen. Anders als man es von einer selbsternannten “Partymaus” erwarten würde, verzichtete sie auf eine ausschweifende Feier. Stattdessen genoss sie im Deutschen Haus den Applaus und verbrachte den Abend gemächlich mit Freunden und Familie bei einem Aperol auf dem Gelände des Cortina Golf Club. Die 29-Jährige aus dem Erzgebirge hat bei den Winterspielen noch Ziele vor Augen.

“Halbgas” vor dem staffellauf
“Ich bin eigentlich eine absolute Partymaus”, gestand Taubitz, “aber ich darf ja in zwei Tagen noch einmal antreten. Deswegen mache ich ein bisschen Halbgas.” Am Donnerstag will sie mit der Teamstaffel nachlegen und nach dem “geilsten Tanz” ihres Lebens im Eiskanal von Cortina d’Ampezzo die zweite Goldmedaille gewinnen. Die Erleichterung über den Sieg war auch Stunden später noch spürbar, denn das Trauma von Peking lastete schwer auf ihr.

Die bürde von peking
Bei den Olympischen Spielen 2022 in Peking war Taubitz als Topfavoritin im zweiten Lauf gestürzt und hatte ihre Medaillenträume frühzeitig begraben müssen. Diese bittere Erfahrung wog lange nach. Nun versuchte sie, ihre junge Teamkollegin Merle Fräbel zu trösten, die einen ähnlich enttäuschenden Abend erlebte. Fräbel hatte sich viel von den Spielen versprochen.
Unterstützung für merle fräbel
“Du wirst das nicht mehr löschen können. Aber man kommt immer stärker zurück. Wenn man immer nur gewinnt, lernt man eh nichts. Deswegen muss man auch mal auf die Fresse fallen – und dann geht es weiter”, sagte Taubitz aufmunternd zu der 22-jährigen Fräbel. Die beiden Rodlerinnen, die gemeinsam in Oberhof trainieren, umarmten sich anschließend. Olympiasieger Max Langenhan spendete ebenfalls Beifall.
Fräbels enttäuschung und taubitz’ anerkennung
Nach dem ersten Wettkampftag hatte es noch nach einem spannenden Zweikampf um Gold ausgesehen. Doch Fräbel patzte im dritten Lauf am Start und zerstörte ihre Hoffnungen. “Vielleicht war es zu viel Druck, ich kann es nicht sagen”, erklärte Fräbel, die Taubitz fair zu ihrem Sieg gratulierte: “Sie hat es einfach phänomenal gemacht.”
Trainer würdigt taubitz's kampfgeist
Taubitz’ Trainer lobte ihre unermüdliche Entschlossenheit: “Sie hat nie aufgegeben”. Die Geschichte von Julia Taubitz ist eine Geschichte von Rückschlägen und unbändigem Willen. Ihre Goldmedaille in Mailand Cortina ist nicht nur ein sportlicher Erfolg, sondern auch ein Beweis für ihre mentale Stärke und ihren unerschütterlichen Glauben an sich selbst.
Weitere wettbewerbe in cortina d’ampezzo
Neben dem Rennen der Teamstaffel stehen in Cortina d’Ampezzo noch weitere spannende Wettbewerbe im Rodeln auf dem Programm. Die Athleten werden alles geben, um weitere Medaillen zu gewinnen und die Zuschauer mit ihren Leistungen zu begeistern. Der Fokus liegt nun voll und ganz auf der Teamstaffel, wo Taubitz ihre zweite Goldmedaille anstrebt.
