Juan mata bricht sich den ellbogen – melbourne victory trauert um seinen spielmacher

Der Schlag kam in der 44. Minute, ein unglückliches Zusammenprallen im AAMI Park. Juan Mata humpelte weiter, spielte sogar bis zur 88. Minute – und brach sich dennoch den linken Ellbogen. Die Diagnose nach dem 2:2 gegen Wellington Phoenix: fraktur, Operation, Pause. Die Saison ist noch nicht verloren, aber das Herz des Teams fällt für Wochen aus.

Mata will zurück „einen tag früher“

Vom Krankenbett postete der 35-Jährige ein Foto, Arm in Gips, Lächeln im Gesicht. „Un día menos para volver“, schrieb er auf Spanisch: Ein Tag weniger bis zur Rückkehr. Dabei lief es gerade prächtig: fünf Tore, zwölf Vorlagen in 23 Partien, dazu die Auszeichnung zum Spieler des Monats. Die Zahlen sprechen eine klare Sprache – Melbourne ohne Mata wirkt wie ein Orchester ohne Dirigent.

Trainer Arthur Diles versuchte nach dem Spiel, die Stimme nicht brechen zu lassen. „Wir begleiten ihn, Punkt“, sagte er knapp. Die Staff setzt alles daran, den Spanier noch in dieser Saison wieder auf den Rasen zu bringen. Ein konkretes Datum gibt es nicht, aber das medizinische Team rechnet mit einem Drei-Monats-Fenster. Das Play-off-Viertelfinale rückt in weite Ferne.

Von madrid bis melbourne – eine karriere voller trophäen

Von madrid bis melbourne – eine karriere voller trophäen

Mata ist kein gewöhnlicher Import. Er trägt die Erinnerung an Südafrika 2010 und die Euro 2012 im Gepäck, dazu Champions-League-Pokal, Europa League, FA Cup, Copa del Rey – 13 Titel in drei Ländern. Nach Stationen bei Real Madrid, Valencia, Chelsea, Manchester United, Galatasaray und dem Vissel Kobe schien Australien nur eine Randnotiz. Doch der Mittelfeldstratege beweist: Selbst in der A-League kann Klasse glänzen, wenn der Kopf noch mitspielt.

Die Verletzung wirft einen Schatten auf Melbourne’s Meistertraum. Mit Mata an der Spitze stieg die Siegquote auf 2,4 Punkte pro Spiel, ohne ihn sackte sie auf 1,3 ab. Die Statistik mag kühl sein, aber sie zeigt: Ohne seinen Blick für die Lücke fehlt dem Team die letzte Idee. Die Rivalen von Central Coast und Sydney FC wittern neue Chancen.

Mata selbst bleibt sichtbar. Zwischen Schmerzmittel und Reha-Terminen twittert er weiter über fußball, über Musik, über das Leben jenseits des Rasens. Die Botschaft: Er kommt zurück. Ob das reicht, um Melbourne zum Titel zu führen, wird sich zeigen. Fest steht: Die Liga verliert gerade ihren gläsernen Romantiker – und das mitten in der heißen Phase.