Jornet setzt sich für öffentliche wildnis ein – mit botschaft auf der western states

Kilian Jornet, der unbestrittene König der Berge, schlägt eine neue Richtung ein. Nicht nur will er bei den Western States 100 wieder um den Sieg laufen, sondern nutzt das Rennen, um ein wichtiges Anliegen zu unterstreichen: den Schutz öffentlicher Wildnisgebiete in den USA. Ein starkes Signal im Angesicht zunehmender Nutzungsdrucks und potenzieller Einschränkungen.

Ein appell aus der perspektive des athleten

Ein appell aus der perspektive des athleten

Jornet, der in den letzten Jahren seine Teilnahme an Großveranstaltungen reduziert hat, um seinen ökologischen Fußabdruck zu minimieren, hat die Initiative „Keep Public Lands in Public Hands“ ins Leben gerufen. Die Botschaft, die er auf seiner Mütze tragen wird, ist klar: „Öffentliche Flächen müssen in öffentlichen Händen bleiben.“ Denn diese Gebiete sind nicht nur für Sportler wie ihn von unschätzbarem Wert, sondern auch für die gesamte Bevölkerung und die Umwelt.

Die USA verfügen über eine beeindruckende Fläche öffentlicher Wildnis – rund 640 Millionen Acres, was fast ein Drittel des Landes ausmacht. Jornet betont, dass diese Gebiete weit mehr sind als nur Spielplätze für Outdoor-Enthusiasten. Sie beherbergen wertvolle Ökosysteme, sind von historischer und kultureller Bedeutung und bieten Lebensraum für eine Vielzahl von Arten. Die Erfahrungen, die Jornet im vergangenen Jahr bei seinem Projekt „States of Elevation“ sammeln konnte, haben ihn in seinem Engagement bestärkt. Er durchquerte dabei atemberaubende Landschaften – von alpinen Gipfeln über dichte Wälder bis hin zu trockenen Wüsten – und erlebte hautnah, wie wichtig der Schutz dieser öffentlichen Flächen ist.

„Als Outdoor-Sportler sehen wir diese Orte oft als unsere Stadien, Heiligtümer oder Testfelder. Aber wir sind nicht nur Besucher. Wir profitieren von ihnen, jedes Mal, wenn wir saubere Luft atmen, aus einem Bach trinken, in einen Wald eintauchen oder in der Wildnis Ruhe finden. Wenn wir von ihnen abhängig sind, haben wir auch die Verantwortung, sie zu schützen“, so Jornet in einer Erklärung.

Die Western States, eines der renommiertesten Trailrunning-Rennen der Welt, bietet Jornet die ideale Plattform, um seine Botschaft zu verbreiten. Das Rennen, das er bereits 2011 gewann und im vergangenen Jahr als Dritter beendete, ist eng mit der Natur verbunden. Ohne offene Wege und unberührte Landschaften wären solche Wettkämpfe und die damit verbundene Gemeinschaft schlichtweg unmöglich.

Neben der limitierten Mütze mit der Kampagnenbotschaft engagiert sich die Kilian Jornet Foundation aktiv für die Initiative. Sie plant Informationsveranstaltungen und unterstützt Organisationen, die sich für den Erhalt öffentlicher Wildnisgebiete in den USA einsetzen. Ziel ist es, das Bewusstsein für die Bedeutung dieser Flächen zu schärfen und die Bevölkerung zur aktiven Teilnahme an ihrem Schutz aufzurufen. Denn der Schutz öffentlicher Wildnis ist nicht nur eine Frage des Naturschutzes, sondern auch eine Investition in unsere Zukunft – für die Artenvielfalt, das kulturelle Erbe und die kommenden Generationen von Outdoor-Sportlern.