Jornet scheitert in zegama – western states abbruch und neue rekorde!
Kilian Jornet, der elfmalige Sieger von Zegama, musste am vergangenen Wochenende eine bittere Pille schlucken: Ein 40. Platz in einem Rennen, das für ihn fast schon synonym mit Erfolg war. Doch hinter der vermeintlich routinemäßigen Vorstellung verbarg sich ein dramatisches Szenario aus Verletzungen und letztlich dem Abbruch.
Ein wettkampf gegen den eigenen körper
Schon vor dem Rennen hatte Jornet mit Problemen im Tensorfaszium zu kämpfen, doch das war erst der Anfang. Im Laufe des Rennens offenbarte er, dass er sich einen Meniskusriss zugezogen hatte – eine alte Bekannte, die ihn seit über 20 Jahren plagt. Ein normaler Athlet hätte in dieser Situation vermutlich das Handtuch geworfen. Nicht Jornet. Er sah darin eine Herausforderung und kündigte an, sich „so schnell wie möglich zu erholen und neue Trainingsmethoden auszuprobieren.“
Doch die Strapazen der vergangenen Wochen und die angeschlagene Knieverletzung machten ihm zu schaffen. Nach 61 Kilometern und einer gehörigen Portion Kampfgeist musste Jornet schließlich aufgeben. „Es war eine riskante Wette, die sich nicht ausgezahlt hat. Dennoch bin ich dankbar, dass ich bis hierher gekommen bin und dieser großartigen Strecke eine Chance geben konnte“, schrieb er auf seinen Social-Media-Kanälen.

Bouillard und lichte setzen neue maßstäbe
Während Jornet am Streckenrand stehen musste, wurden neue Maßstäbe gesetzt. Vincent Bouillard, der bereits das UTMB 2024 für sich entscheiden konnte, triumphierte in einer herausragenden Leistung und pulverisierte mit einer Zeit von 13 Stunden, 46 Minuten und 16 Sekunden den bisherigen Rekord von Walmsley um fast eine halbe Stunde. Die Zahl spricht für sich: Bouillard lief nicht nur schneller, sondern revolutionierte das Rennen. Jennifer Lichte, eine Athletin mit beeindruckender Konstanz, sicherte sich den Sieg bei den Frauen und stellte ebenfalls einen neuen Rekord auf mit einer Zeit von 15 Stunden, 28 Minuten und 05 Sekunden, womit sie die bisherige Bestmarke von Courtney Dauwalter deutlich unterbot.
Jornet blickt nun nach vorne, zunächst auf Sierre-Zinal am 8. August, wo er auf den 12. Sieg in 13 Starts hofft, gefolgt vom Ultra Trail du Mont Blanc am 28. August. „Jetzt ist erstmal Ruhe angesagt. Die weitere Erkundung erfolgt zu gegebener Zeit“, so Jornet mit einem Blick in die Zukunft – eine Zukunft, in der er sich von dieser Rückschlag nicht entmutigen lässt, sondern als Ansporn nimmt, um stärker zurückzukehren.
