Jordan vs. james: der goat-streit eskaliert – lebron legt sich offen aus!

Die Basketballwelt brodelt erneut: LeBron James hat in einem ausführlichen ESPN-Interview die Debatte um den besten Spieler aller Zeiten neu entfacht und dabei überraschend deutliche Worte über Michael Jordan gefunden. Die Frage, wer der wahre GOAT ist, spaltet Fans seit Jahren, und James’ Äußerungen dürften die Diskussion weiter anheizen.

Ein spielertyp wie kein anderer

James, der aktuell mit den Los Angeles Lakers in den Playoffs um den Einzug in die nächste Runde kämpft, betonte zunächst die fundamentalen Unterschiede zwischen seinem Spielstil und dem von Jordan. Während Jordan primär als Scorer glänzte, sehe er sich selbst eher als Point-Forward, einen Spieler, der die Kontrolle über das Spiel übernimmt und seine Mitspieler in Szene setzt. „Ich habe immer nach dem besten Pass gesucht. MJ hat nach dem besten Wurf gesucht“, erklärte James.

Doch dann kam die überraschende Kehrtwende: „In vielerlei Hinsicht ist mein Spiel anders und auch ein bisschen besser als seines.“ Eine Aussage, die in der Basketballszene für Aufsehen sorgt. Natürlich relativierte James seine Worte sofort: „Aber verdammt: Er war großartig. Wir sind beide großartige Basketballspieler.“

Die finals-bilanz als dorn im auge

Die finals-bilanz als dorn im auge

Trotz der Anerkennung für Jordan gab James offen zu, dass ihn die perfekte Finals-Bilanz des Bulls-Superstars – sechs Serien gewonnen, null verloren – lange beschäftigt habe. Er selbst erreichte zwar zehnmal die Finals, konnte aber „nur“ vier Titel erringen. „Als ich jünger war, habe ich mir diese Kritik zu Herzen genommen“, gestand der 41-Jährige. „Es ist so: Die Leute würden es wirklich lieber sehen, wenn man gar nicht erst in die Playoffs kommt, als dass man in den Finals verliert – das ist vollkommen verrückt für mich.“

Die Tatsache, dass er sich mit der individuellen Siegesbilanz nicht mit Jordan messen kann, nagt offenbar noch immer an ihm, wenn auch nicht mehr so stark wie früher.

Die kunst des mitteldistanzwurfs

Die kunst des mitteldistanzwurfs

James räumte auch ein, dass Jordan in bestimmten Bereichen überlegen war, insbesondere beim Mitteldistanzwurf. „Er hat so vieles großartig gemacht. Als ich klein war, habe ich alles analysiert. Wie er an seinen Spot gekommen ist und dort immer hochsteigen und einen Wurf loswerden konnte.“ Diese Fähigkeit, einen zuverlässigen Wurf aus der Distanz zu finden, sei ein Schlüsselfaktor für Jordans Legendenstatus gewesen.

Die Debatte um den GOAT wird weitergehen, doch LeBron James’ offene Worte und seine ehrliche Analyse haben der Diskussion neue Impulse verliehen – und die Fans werden sich weiterhin in hitzigen Diskussionen darüber streiten, wer der Beste aller Zeiten ist. Die Zahlen mögen für Jordan sprechen, aber James’ Einfluss auf das Spiel ist unbestreitbar.