Joker-power rettet dfb-elf: undav schießt sieg gegen elfenbeinküste!
Toronto – Ein Krimi, ein Herzschlagfinale und am Ende Jubel: Die deutsche Nationalmannschaft hat sich im zweiten Gruppenspiel der WM 2026 gegen die Elfenbeinküste mit 2:1 durchgesetzt. Dank einer fulminanten Joker-Performance von Deniz Undav, der mit einem Doppelpack die Partie entschied, ist das DFB-Team vorzeitig als Gruppensieger in die K.o.-Runde eingezogen.
Nagelsmanns taktische flexibilität zahlt sich aus
Julian Nagelsmann bewies einmal mehr seine taktische Raffinesse. Nach einer müden ersten Halbzeit, in der die Elfenbeinküste durch einen kapitalen Fehler im DFB-Team in Führung ging, brachte der Bundestrainer frische Kräfte. Und die zahlten sich prompt aus. Nadiem Amiri bereitete mit einer präzisen Flanke Undav den ersten Treffer vor, der selbst für den Ausgleich sorgte. Kurz darauf vollendete der Joker dann eiskalt zum umjubelten Sieg.
Die Bank als Erfolgsfaktor: Die Leistung der Einwechselspieler war beeindruckend. Leon Goretzka bewies seine Defensivstärke, Antonio Rüdiger übernahm nahtlos die Rolle des Abwehrchefs und Nico Schlotterbeck wurde durch Rüdiger ersetzt, nachdem sich Schlotterbeck verletzte. Nagelsmann betonte nach dem Spiel, dass die Spieler sich gegenseitig unterstützen und das Teamgefühl stark sei. “Es ist nicht nur Palaver”, so der Bundestrainer, “wenn man Spieler einwechselt, die Spiele entscheiden.”

Fairplay-debatte nach dem spiel
Trotz des Sieges überschattet von einer strittigen Szene: Wilfried Singo der Elfenbeinküste verzögerte nach einem Zusammenstoß mit Kai Havertz bewusst die Spiel wiederaufnahme, was zu erheblicher Kritik führte. Trainer Faé kritisierte das fehlende Fairplay der deutschen Mannschaft. Ein Vorfall, der zeigt, dass die WM nicht nur sportliche Höchstleistungen, sondern auch ethische Fragen aufwirft.
Nach dem Spiel äußerte sich DFB-Präsident Bernd Neuendorf zufrieden mit dem Gruppensieg und betonte die Bedeutung des Teamgeists. “Diese Mannschaft zeigt uns allen, dass Zusammenhalt und füreinander Einstehen auf und neben dem Platz viel Gutes bewirken können.”
Am Sonntag steht nun die MRT-Untersuchung für Nico Schlotterbeck an, dessen Verletzung im Spiel gegen die Elfenbeinküste besorgniserregend war. Die Fans hoffen, dass er rechtzeitig zur K.o.-Runde wieder fit wird. Die nächste Hürde wartet bereits am Donnerstag – das Sechzehntelfinale gegen einen der Gruppendritten, wobei ein Duell mit Brasilien nicht ausgeschlossen ist.
