Jódar scheitert in rom: darderi demoliert spanier

Ein Schock für den Tenniszirkel: Rafa Jódar, der sich geradezu in eine Top-30-Form gespielt hatte, erlitt in der Nacht auf heute eine bittere Niederlage im Viertelfinale des Masters 1000 in Rom. Luciano Darderi, der argentinische Lokalmatador, präsentierte dem Spanier eine Lektion in Sachen Sandplatzkunst und schickte ihn mit 6:7(5), 7:5, 6:0 nach Hause.

Ein spiel der wendungen und des erschöpfens

Ein spiel der wendungen und des erschöpfens

Das Match war von einer ungewöhnlichen Unterbrechung geprägt: Während der ersten Sätze wurde das Spiel aufgrund von Rauch, der von Feuerwerkskörpern während der Coppa Italia-Finalfeierlichkeiten im benachbarten Olympiastadion aufstieg, kurzzeitig unterbrochen. Doch Darderi ließ sich nicht beirren. Im ersten Satz bewies er Nervenstärke, als er einen 5:2-Rückstand in der Tie-Break-Entscheidung noch drehen konnte. Jódar, der zuvor bereits in Marrakech und auf dem Weg hierher zahlreiche Matches bestritten hatte, wirkte zunehmend erschöpft. Die Anstrengung der letzten Wochen offenbarte sich im dritten Satz.

Die Kondition spielte eine entscheidende Rolle. Jódar, der bereits in der Vorschlussrunde des Godó gegen Arthur Fils eine ähnliche Schwäche zeigte, konnte dem druckvollen Spiel des Argentiniers nicht mehr standhalten. Darderi, dessen fünf Titel ausschließlich auf Sand liegen, demonstrierte seine Expertise auf dem roten Untergrund und baute seine beeindruckende Bilanz von 2024 weiter aus – nun teilt er sich mit Francisco Cerúndolo die Führung mit 55 gewonnenen Matches.

Obwohl Jódar im zweiten Satz einen 0:3-Rückstand noch drehen konnte und zwei Breakbälle zur Führung hatte, brach er im entscheidenden Durchgang völlig ein. Sein Körpersprache verriet die Erschöpfung, und Darderi nutzte dies gnadenlos aus. Die Partie endete kurz nach zwei Uhr morgens, ein Zeichen für die immense Belastung, der Jódar in den letzten Wochen ausgesetzt war.

Darderi trifft nun im Halbfinale auf Casper Ruud, der Karen Khachanov in drei Sätzen bezwingen konnte. Für Jódar gilt es nun, abzuwägen, ob er nächste Woche beim Open 500 in Hamburg antreten oder sich stattdessen schonen soll, um bei den French Open (24. Mai – 7. Juni) in Topform aufzutreten. Seine Teilnahme in Hamburg könnte seine Chancen auf einen erfolgreichen Auftritt in Paris gefährden, angesichts der bereits enormen Belastung.

Die Bilanz spricht für sich: 18 Matches seit Beginn der Sandplatzsaison – ein Marathon für jeden Athleten. Die Entscheidung über Hamburg wird entscheidend sein für seinen weiteren Saisonverlauf.