Jetzt oder nie: u21 muss in athen den knoten platzen

Athen, 16.000 griechische Kehlen, ein Tor Rückstand im Hinspiel – für Deutschlands U21 wird Dienstagabend im Apostolos Nikolaidis Stadion zur Zitterpartie mit Ansage. Antonio Di Salvo warnt vor der „Wand“, seine Talente müssen liefern, sonst droht das EM-Aus.

Di salvo fordert tresoldi-effekt plus zwei tore

Die Rechnung ist simpel, die Umsetzung alles andere: Sieg mit mindestens zwei Treffern Vorsprung, sonst bleibt Platz zwei die bittere Konserve. Weil das Hinspiel in Jena 2:3 ging, liegt der DFB-Block drei Punkte zurück. „Wir sind in der Pflicht, dieses Spiel zu gewinnen“, sagt Di Salvo und meint damit nicht nur die drei Punkte, sondern den direkten Vergleich. Griechenland hat Heimrecht, gratis Tickets und den Rückenwind des ganzen Landes. Deutschland hat Nicoló Tresoldi. Der Angreifer traf zuletzt doppelt gegen Nordirland, liegt bei zwölf Toren in 23 Länderspielen. „Ich habe einen Lauf, hoffentlich kann ich den fortsetzen“, sagt er und klingt dabei wie ein Mann, der weiß, dass Läufe in Athen schnell abreißen können.

Doch Tresoldi ist nicht allein. Tom Bischof, Said El-Mala, Brajan Gruda – Namen, die in zwei Jahren bundesligataeglich sein werden, heute noch Spielball einer griechischen Fanlawine. El-Mala jagt sein erstes U21-Tor. Di Salvo lacht, als ihn jemand darauf anspricht: „Da sind wir uns einig.“ Das Lachen hat etwas von einem Trainer, der weiß, dass man in so einer Nacht jeden einzelnen braucht.

Panathinaikos-kessel mit olympiapoker

Panathinaikos-kessel mit olympiapoker

Das Stadion ist ein Kasten aus Beton und Erinnerungen, 16.000 Menschen passen rein, klingen aber wie doppelt so viele. Wer hier gewinnt, zieht nicht nur in die Endrunde 2027 in Serbien/Albanien ein, sondern schnappt sich auch das Ticket für Olympia 2028. Die Griechen spielen das wie ein Finaleihrer Super League. Der DFB-Block plant mit zusätzlicher Sicherheit, die Spieler mit zusätzlicher Nervosität.

ProSieben Maxx überträgt, Joyn streamt, Sport1 tickert. Doch egal wie man zusieht – das Ergebnis wird nur auf dem Rasen geschrieben. Und dort steht seit Jena eine Rechnung offen: zwei Tore, drei Gegentore, ein Haufen verschenkter Punkte. Wer heute nicht trifft, fliegt morgen raus. Die U21 kennt die Mechanik der Qualifikation, kennt auch die Mechanik des Scheiterns. In Athen zählt nur, ob sie sie endlich überlisten kann.