Jena zittert sich zum klassikerhalt: 84:82-krimi in hamburg
Keine 20 Punkte reichten, um die Nerven zu beruhigen. Am Ende standen die Spieler von Science City Jena wie erlöst da: 84:82 in Hamburg – ein Sieg, der mehr ist als zwei Zähler. Er ist ein Atemschlag im Abstiegskampf, ein Schlag ins Kontor der Konkurrenz und ein Beweis dafür, dass der Aufsteiger lernen kann, zu gewinnen, wenn es brennt.
Die towers kamen zurück, doch jena hatte den letzten stich
Die Veolia Towers lagen nach zehn Minuten mit 20 Punkten im Rückstand, weil Jena aus der Distanz traf und die Lücken in der Hamburger Defense gnadenlos ausnutzte. Doch die Gastgeber drehen die Verteidigung auf, zwangen Jenas Playmaker in schwierige Abschlüsse und glichen im dritten Viertel durch einen Dreier von Devon Daniels zum 63:60 erstmals aus. Die Arena bebte, die Thüringer schwankten, doch Keith Braxton und Kristofer Krause hielten die Kappe mit kühlen Freiwürfen und einem entscheidenden Steal in der letzten Minute.
Die Statistik lügt nicht: Jena traf 42 % aus dem Dreierland, Hamburg nur 29 %. Aber die eigentliche Differenz lag in der Ballsicherheit. In den letzten drei Minuten verlor kein Jenenser den Ball, während Hamburg zwei schwere Turnovers produzierte – genug, um die eigene Ausgleichschance im letzten Angriff zu verspielen.

Jetzt zählt nur die tabelle – und die spricht jenas sprache
Mit diesem Sieg springt Science City auf Rang 13, einen Punkt vor die Hamburger, und hat die Relegationszone erstmals seit Wochen aus dem Blickfeld verbannt. Die Saison ist noch lang, aber die Psychologie hat sich verschoben: Die Towers müssen nun nach oben schauen, während Jena endlich wieder Luft nach unten hat. Das nächste Duell folgt am Samstag gegen Göttingen – wer da gewinnt, darf durchatmen, wer verliert, fällt zurück in den Strudel. Die Liga ist so eng wie selten: Vier Siege trennen Platz 9 von Platz 17. Jena hat jetzt 14. Keine große Zahl, aber eine, die am Ende über Klassenerhalt oder Abstieg entscheiden kann.
Die Nacht gehört den Jenaern, der Frühling kann kommen – mit diesem Sieg im Gepäck ein Stück weniger beängstigend.
