Jena zieht trotz pleite gegen wolfsburg die köpfe hoch – gentile: „wir haben’s angerissen“

Null Punkte, aber Selbstvertrauen: Der FC Carl Zeiss Jena kassierte gegen den VfL Wolfsburg zwar die 13. Niederlage der Saison, verließ den Platz aber mit erhobenem Kopf – und einer klaren Kampfansage fürs Pokal-Halbfinale.

Popp und zicai brennen jena nieder – doch das scoreboard trügt

Alexandra Popp läutete mit einem Dropkick aus 22 Metern die 23. Minute ein, Cora Zicai nutzte sieben Minuten vor der Pause einen Stellungsfehler von Jenas Keeperin Jasmin Janning. 0:2, fertig, dennoch: Die Statistik log. Wolfsburg war nicht dominant, Jena nicht chancenlos.

Die Gäste kamen über weite Strecken nur zu Halbchancen, weil Jena mit einer Fünferkette und einem agilen Gentile im Umschaltmoment genau jene Räume zustellte, in denen der VfL normalerlich frisst. „Wolfsburg hatte aus dem Spiel heraus sehr wenige Chancen“, sagte Noemi Gentile nach Abpfiff. „Wir haben das gut gemacht gegen den Zweitplatzierten.“

Abstiegszone bleibt, pokal-kracher naht

Abstiegszone bleibt, pokal-kracher naht

Mit zehn Zählern klebt Jena weiter auf dem letzten Tabellenplatz, fünf Punkte fehlen zum rettenden Ufer. Doch die Lücke zur Konkurrenz schrumpft nicht nur in der Tabelle, sondern auch im Kopf. Trainerin Lisa Nöldner sprach von einer „Lehrstunde mit Ansage“, weil ihre Mannschaft erstmals seit Wochen über 90 Minuten die taktische Marschroute umsetzte.

Am 5. April treffen beede Teams im Halbfinale des DFB-Pokals erneut aufeinander. Gentile lachte, als sie gefragt wurde, ob sie den Gegner für schlagbar hält: „Wir haben heute angerissen, in zwei Wochen reißen wir den Faden ab.“

Die nächste Messestellung folgt schon am Sonntag in Leverkusen. Dort will Jena beweisen, dass die Leistung gegen Wolfsburg keine Eintagsfliege war. Die Fans glauben wieder mit – und das ist in dieser Saison die wichtigste Zählung überhaupt.