Jena schockt oldenburg: 97:75-sensation im kampf gegen den abstieg

Der Aufsteiger Science City Jena hat die BBL aufgemischt. Mit 97:75 zerlegte der Tabellenletzte im Nachholspiel EWE Baskets Oldenburg und entfloht vorerst dem Abstiegsstrudel. Joe Wieskamp traf 28 Punkte, die Arena tobte – und plötzlich lebt der Abstiegskampf wieder.

Das dritte viertel war der knock-out

Jena lag zur Pause noch mit 39:37 vorne, doch dann drehte Wieskamp auf. 29 Punkte im dritten Viertel, ein 11:0-Lauf Anfang des Schlussabschnitts – Oldenburg wirkte wie gelähmt. Christopher Clemons kam zwar auf 20 Punkte, doch seine Baskets fanden kein Mittel gegen Jenas Defense. Die Gastgeber spielten, als gäbe es kein Morgen.

Die Zahlen sind brutal: Jena hatte vor diesem Spiel nur zwei Heimsiege, jetzt sind es drei – und reichen, um den Vorsprung auf Heidelberg (12:36) auf sechs Punkte auszubauen. Braunschweig (10:38) liegt sogar acht Zähler zurück. Zwei Teams steigen ab, Jena wäre aktuell gerettet.

Oldenburg rutscht in die krise

Oldenburg rutscht in die krise

Für Oldenburg ist der Fall tiefer. Die Niedersachsen verlieren nicht nur das Spiel, sondern auch den Anschluss an die Play-in-Plätze. Mit 22:26 Punkten rutschen sie auf Rang elf ab, zwei Siege fehlen noch. Die Saison droht vorzeitig zu enden – und das nach einem ambitionierten Sommer.

Parallel gewannen die Gladiators Trier gegen Hamburg 101:92 und festigten Platz sieben. Jenas Sieg war also doppelt wert: Sie überholen Hamburg und schaffen Anschluss an das Mittelfeld. Die Liga ist enger denn je – und plötzlich hat auch der Letzte wieder Hoffnung.

Die Fans in Jena feierten nach dem Abpfiff, als wäre der Klassenerhalt schon sicher. Das ist er nicht. Aber die Sensation von Mittwoch beweist: In der BBL kann noch jeder jeden schlagen. Auch der Letzte.