Jena schlägt oldenburg und zeigt dem abstieg den stinkefinger
Science City Jena hat sich aus dem Keller gearbeitet – mit einem Schlag. 97:75 gegen Oldenburg, dritter Heimsieg der Saison, Joe Wieskamp wirft 28 Punkte. Die BBL schaut plötzlich wieder anders auf den Aufsteiger.
Der lauf, der alles dreht
29:18 im dritten Viertel, dann 11:0 zu Beginn des letzten Abschnitts. Jena, das vorher weniger Heimsiege als jeder andere Club hatte, dreht an diesem Abend die Uhr zurück. Die Halle kocht, Oldenburg stolpert auf Rang elf ab – Play-in? Fehlanzeige. Die Punkte reichen nicht, und das wissen auch die EWE-Baskets, während sie die Köpfe hängen lassen.
18-28 Punkte stehen jetzt für Jena in der Tabelle. Klingt noch immer nach Bodenpersonal, doch der Vorsprung auf Heidelberg (12-36) und Braunschweig (10-38) wächst. Die Luft wird dünner für die Verfolger, die Hoffnung dicker für Jena.

Trier nutzt hamburger verdauungsprobleme
Weiter oben in der Nahrungspyramide kassieren die Gladiators Trier ihre Punkte gegen Hamburg – 101:92. Die Veolia Towers verlieren zum 14. Mal im 22. Spiel, die Revanche schon am Sonntag in der eigenen Arena. Doch die Trierer treffen aus der Dreierlinie, als hätten sie GPS im Ball. Vier Dreier in 120 Sekunden, kurz vor der Halbzeit. Hamburg windet sich, kommt noch mal heran (82:83), doch dann knallt Trier erneut zu.
Devon Daniels trifft Freiwürfe, doch danach ist Stille. Trier dominiert, Hamburg schaut in die Röhre. Die Hanseaten bleiben auf Rang 15, Trier klettert weiter nach oben. Die Liga wird enger, die Karten neu gemischt.
Die BBL schreibt täglich neue Dramen. Jena atmet auf, Trier träumt, Hamburg zittert. Noch 12 Spieltage, dann entscheidet sich, wer im Mai noch spielt und wer den Ball einpackt. Die nächste Schicht beginnt schon am Wochenende – mit Revanchestimmung und offenen Rechnungen.
