Jasch schockt die alpen: überraschungssieg auf der vierten etappe!
Ein Mann, ein Rad, ein unerwarteter Triumph: Der deutsche Radprofi Lennart Jasch vom Tudor Pro Cycling Team hat auf der vierten Etappe der Tour of the Alps die Radsportwelt überrascht und seinen ersten Profisieg errungen. Der 25-Jährige, eigentlich im Nachwuchsteam eingeordnet, fuhr einen Sololauf ins Ziel und feierte in Trento einen Sieg, der so niemand erwartet hatte.
Ein tag, der in die geschichte eingeht
Jasch, der eigentlich zur Unterstützung von Michael Storer bei der Titelverteidigung vorgesehen war, attackierte nur 25 Kilometer vor dem Ziel aus einer Ausreißergruppe heraus. "Ehrlich gesagt, kann ich es noch gar nicht glauben", gestand der Triumphator im Zielinterview, sichtlich überfordert von der Situation. "Ich kam hierher, um Michael zu helfen, und jetzt sitze ich hier und werde nach diesem Sieg gefragt. Es war ein unglaublicher Tag.“ Seine Beine hätten sich irrsinnig angefühlt, so Jasch, und er habe von Anfang an an den Sieg geglaubt.
Der Sieg war umso bemerkenswerter, da Jasch sich bereits kurz nach dem Start mit vier weiteren Fahrern aus dem Feld löste und sich als einziger an der Spitze behaupten konnte. Die zehn Sekunden Vorsprung auf den Italiener Matteo Sobrero (Lidl – Trek) sprechen eine deutliche Sprache. Federico Iacomoni sicherte sich den dritten Platz, während Florian Stork als Vierter ins Ziel kam.

Die gesamtführung bleibt umkämpft
Während Jasch den Tagessieg feierte, blieb die Gesamtführung der Rundfahrt unter der Kontrolle des Italieners Giulio Pellizzari (Red Bull – Bora – hansgrohe), der das Grüne Trikot verteidigte. Im Kampf um die Spitze der Gesamtwertung sind die Abstände jedoch gering. Pellizzari führt mit vier Sekunden Vorsprung auf Thymen Arensman (Ineos Grenadiers), während Egan Bernal auf dem dritten Platz nur zwei Sekunden Rückstand aufweist. Aleksandr Vlasov liegt mit sechs Sekunden Rückstand auf dem vierten Platz, und Mattia Gaffuri fiel auf den fünften Rang zurück.
Die Entscheidung am Freitag wird zeigen, ob Pellizzari seine Führung behaupten kann. Das Rennen verspricht einen spannenden finalen Akt, bei dem sich die Kräfteverhältnisse noch einmal dramatisch verschieben könnten. Die Szene ist sich einig: Lennart Jasch hat mit seinem Sieg einen neuen Stern am Radsport-Himmel angekündigt. Seine Vorstellung war nicht nur eine Überraschung, sondern auch ein Beweis für das immense Potenzial junger Talente im deutschen Radsport.
