Italien-sensation: motta hält lazio mit elfmeter-wahnsinn im pokal!
Edoardo Motta, ein Name, der gerade in Italien für Furore sorgt. Der 19-jährige Torwart der SS Lazio katapultierte seine Mannschaft am Mittwochabend in das Coppa Italia Finale, indem er im Elfmeterschießen gegen Atalanta nicht nur einen, sondern gleich vier Elfmeter parierte. Ein Leistung, die selbst gestandene Fußballveteranen in Staunen versetzte und den jungen Mann über Nacht zum Helden machte.
Von turin über die zweite liga zum pokalhelden
Die Karriere von Edoardo Motta liest sich wie ein Lehrbuchbeispiel für Geduld und Hartnäckigkeit. Aus der renommierten Jugendakademie von Juventus Turin stammend, wurde er in den vergangenen Jahren immer wieder an kleinere Vereine ausgeliehen – Alessandria, Monza und Reggiana. Bei Reggiana erlebte er seine erste Bewährungsprobe im Profifußball, blieb aber mit lediglich drei Einsätzen in der Saison hinter den Erwartungen zurück. Francesco Bardi hütete damals unangefochten das Tor.
Doch das Blatt sollte sich wenden. In dieser Saison wurde Motta zum Hoffnungsträger im Tor eines Zweitligisten. Er bestritt jedes Spiel und überzeugte. Die Nominierung für die italienische U21-Nationalmannschaft folgte prompt, und sein Debüt in der Coppa Italia für Reggiana – wenn auch mit einer Niederlage im Elfmeterschießen – ließ erhoffen, dass seine Zeit kommen würde.
Der Wechsel zur SS Lazio im Januar für 1,2 Millionen Euro war der nächste Wendepunkt. Ursprünglich als Back-up für Ivan Provedel eingeplant, profitierte Motta von dessen Verletzung und nutzte seine Chance, um das Tor zu hüten. Trainer Maurizio Sarri war zunächst skeptisch bezüglich des Verkaufs von Christos Mandas, dem bisherigen Ersatzmann, aber Motta bewies, dass er die richtige Wahl war. „Er trainiert gut, er hat Qualität. Wir werden ihn auf dem Platz sehen“, hatte Sarri vor seinem Debüt gesagt – und er behielt recht.

Elfmeter-wahnsinn gegen atalanta
Der Höhepunkt seiner bisherigen Karriere war zweifellos die Halbfinalpartie gegen Atalanta. Nach einem 1:1 Unentschieden im regulären Spielverlauf entschied das Elfmeterschießen über den Einzug ins Finale. Und hier wurde Motta zur Sensation. Nach dem ersten verschossenen Elfmeter von Raspadori parierte er sensationell die Versuche von Scamacca, Zappacosta, Pasalic und schließlich sogar De Ketelaere. Eine Leistung, die ihm einen Platz in den Geschichtsbüchern der Coppa Italia einbrachte. Nur Adrian Semper vor ihm gelang es, in einem Halbfinale so viele Elfmeter zu parieren.
Die Freude nach dem Schlusspfiff war riesig. Motta wurde von seinen Teamkollegen in den Himmel gehoben. „Ich erhalte viele Ratschläge. Ich bin überwältigt, so etwas ist mir noch nie passiert. Ich widme diese Leistung all meinen Fans und allen, die an mich glauben“, gestand der junge Torwart sichtlich gerührt.
Die Geschichte von Edoardo Motta ist ein Beweis dafür, dass in der Welt des Fußballs auch Außenseiter ihre Chance bekommen können. Mit seiner außergewöhnlichen Leistung hat er nicht nur seinen Verein ins Finale geführt, sondern auch die Herzen der italienischen Fußballfans erobert. Ob er nun den Platz von Provedel im Tor der Lazio dauerhaft übernehmen wird, bleibt abzuwarten. Aber eines ist sicher: Edoardo Motta hat sich in die Herzen der Fans gespielt und eine Karriere vor sich, die noch lange nicht an ihr Ende gekommen ist. Die Coppa Italia Finale gegen Juventus Turin wird dabei die nächste große Bühne für den jungen Mann.
