Italiens u18 bremst nach führung ab – irland-spiel wird zur machtprobe
Die italienische U18 hat die Tabellenführung im Quali-Gruppenfinale noch nicht sicher. Nach dem 1:1 gegen Polen reicht ein Punkt am Dienstag gegen Irland, um bei der EM 2027 dabei zu sein – doch die Elf von Massimiliano Favo will mehr.
Campaniello trifft früh, polen gleicht spät
Empoli-Stürmer Campaniello brachte die Azzurri in der 15. Minute mit einem platzierten Schlenzer in Führung. Das Spiel blieb offen, Italien ließ aber nach der Pause Tempo und Präzision vermissen. In der 67. Minute nutzte Mozie eine Unachtsamkeit in der Abwehr und köpfte zum Ausgleich ein. Die Schotten im Stadion jubelten mit – sie hatten die Italiener am ersten Tag noch 0:3 geschlagen.
Das Remis reicht, weil nur der Letzte der Vierergruppe ausscheidt. Dennoch ist Rang eins wichtig: Er beschert im Achtelfinale einen vermeintlich leichteren Gegner. Die Irren sind gewarnt: Irlands Trainer packte gegen Gastgeber Schottland schon ein 4:0 aus.

Favo wechselt – und setzt auf frische
Favo wird rotieren. Gegen Polen ließ er Nachwuchskapitän Raimondi erst in der Schlussphase ran, jetzt steht der Milan-Sechser in der Startelf. Auch Torhüther Mastrantonio (Roma) soll von Beginn an zwischen den Pfosten stehen, nachdem Ersatzmann Patella bei Polens Tor untätig wirkte.
Die Statistik spricht für Italien: In den letzten sieben Duellen mit Irland gab es kein einziges Remis – fünf Siege, zwei Niederlagen. Das letzte Aufeinandertreffen endete 2023 mit 2:0 für die Azzurri, Torschützen: Campaniello und der jetzt verletzte Pafundi.
Anpfiff in Paisley ist um 20:00 Uhr Ortszeit, 21:00 Uhr deutsche Zeit. Wer live dabei sein will, findet den Stream auf UEFA.tv – Kommentator ist Ex-Profi Luca Toni. Ein Sieg würde Italien vorzeitig ins Viertelfinale schießen und dem Trainerteam Luft für Experimente verschaffen. Die Alternative: ein K.o.-Spiel gegen einen der Gruppenzweiten – und das bereits am Freitag.
Italiens U18 hat die Qualität, um zu glänzen. Ob sie auch die Reife zeigt, entscheidet sich an zwei Tagen in Schottland. Die Uhr tickt – und mit ihr der Traum von der EM 2027.
