Italiens miami-alptraum: nur berrettini überlebt – sinner muss jetzt liefern

Matteo Berrettini jagt im Alleingang die italienische Ehre durch Miami. Während Flavio Cobolli, Luciano Darderi und Matteo Arnaldi vor Jannik Sinner schon wieder die Koffer packen, steht der Roman nach zwei Siegen plötzlich als letzter Azur im Rennen um den Masters-Titel.

Cobolli scheitert mit angeschlagener schulter

Die Nummer 14 der Welt, auf seinem bisherigen Karriere-Höhepunkt, verließ den Court mit hängender Schulter. Raphael Collignon schlug den 22-Jährigen 7-5, 6-3 und profitierte von vier Breaks gegen nur ein einziges Gegentor. Cobolli nahm sich gleich mehrfach den Physio, doch die Schmerzen im Aufschlag ließen seine Vorhand platzen.

Der Belgier feiert damit seinen vierten Top-20-Coup – und trifft nun auf Tommy Paul.

Darderi verspielt best-ranking-power

Darderi verspielt best-ranking-power

Luciano Darderi, frisch auf Platz 17, musste sich Martin Landaluce beugen. Der 19-jährige Qualifikant aus Madrid servierte wie ein Veteran: 79 % Punkte mit dem ersten Aufschlag, 40 Winner – 15 mehr als Darderi. 6-3, 6-7(4), 6-4 nach 2:25 Stunden – und die erste Top-20-Premiere für Landaluce. Nächster Halt: Karen Khachanov, voraussichtlich dann Carlos Alcaraz.

Arnaldi ohne erfolgserlebnis 2026

Arnaldi ohne erfolgserlebnis 2026

Matteo Arnaldi wartet weiter auf seinen ersten Hauptfeld-Sieg in dieser Saison. Gegen Alexander Shevchenko verlor er 6-7(5), 7-6(5), 2-6, obwohl er im zweiten Satz fünf Matchbälle abwehrte. Im dritten Durchgang zerlegte der Kasache den 23-Jährigen, der nach Indian Wells die Top 100 wieder verlassen musste.

Die Bilanz: drei Italiener, drei Achtelfinal-Räume – und ein einziger Überlebender.

Berrettini trägt die fahne

Berrettini trägt die fahne

Matteo Berrettini, einst Weltklasse Nummer 6, besiegt nacheinander Emil Ruusuvuori und Alexandre Müller – und steht damit als einziger Azur im Achtelfiniel. Nach Stunden voller Krämpfe, nach 3:01 Stunden am Boden liegend, aber durch – das Bild des Tages.

Jetzt ruht der Blick ganz auf Jannik Sinner. Der Weltranglistenerste soll in Miami endlich die Serie der italienischen Pleiten stoppen. Sonst bleibt nur Berrettini – und das klingt seltsamer, als es jemals sollte.