Italiens doppel schlägt weltranglisten-dritte – miami rast vor freude

Simone Bolelli und Andrea Vavassori haben in Miami den nächsten Knaller geliefert: Die beiden Azzurri warfen das an Position drei gesetzte US-britische Duo Christian Harrison/Neal Skupski mit 7-5, 5-7, 10-6 aus dem Turnier und stehen zum dritten Mal in diesem Jahr in einem Masters-1000-Halbfinale.

Das match im minutentakt

Die Partie hatte alles, was Tennis-Fans lieben: Tempowechsel, Rebreaks, ein Krimi im Match-Tiebreak. Nachdem Skupski im dritten Satz zwei Doppelfehler servierte, nutzten Bolelli und Vavassori den zweiten Matchball eiskalt – und jubelten sich den Platz wund.

Die Statistik spricht Bände: In den letzten 14 Tagen haben die Italiener 11 von 13 Matches gewonnen, darunter Finals in Melbourne und Indian Wells. Nun warten in der Runde der letzten Vier entweder Austin Krajicek/Nikola Mektic oder das ungesetzte Team Sander Arends/John-Patrick Smith.

Sabalenka und rybakina liefern sich nächsten fight

Sabalenka und rybakina liefern sich nächsten fight

Während die Männer noch zittern, steht bei den Frauen das Topduell bereits fest. Aryna Sabalenka und Elena Rybakina treffen zum dritten Mal in diesem Jahr aufeinander – nach Australian Open und Indian Wells also auch in Miami. Die Weißrussin ließ Hailey Baptiste keine Chance (6-4, 6-4), die Kasachin rang Jessica Pegula nieder (2-6, 6-3, 6-4). Wer gewinnt, darf sich berechtigte Hoffnung auf die Saison-Grand-Slam-Krone machen.

Im oberen Halbfinale der Männer stehen sich Arthur Fils und Jiri Lehecka gegenüber. Der Franzose rettete im Nachtmatch gegen Tommy Paul vier Matchbälle und drehte einen 2-6-Rückstand im Match-Tiebreak – seine elfte Sieg im vergangenen Dreizehnteljahr. Lehecka schaltete den 17-jährigen spanischen Shootingstar Martin Landaluce aus, der nach dem Erstrunden-K.o. von Carlos Alcaraz als letzte Iberische Hoffnung galt.

Jannik Sinner spielt heute Abend um 18 Uhr gegen Frances Tiafoe. Sollte auch er gewinnen, wären bei den Männern drei Halbfinale-Plätze an Europäer vergeben – und die US-amerikanische Heimhoffnung wäre endgültig zerstört.

Miami brennt. Und Italiens Tenniszukunft auch.