Italienische frauen kämpfen um wm-ticket: soncin setzt auf mentale stärke
Rom – Der Druck steigt, die Zeit drängt: Die italienischefrauen-Nationalmannschaft steht vor zwei entscheidenden Auswärtsspielen gegen Serbien und Dänemark, die den Weg zum WM-Ticket für 2027 ebnen könnten. Nationaltrainerin Andrea Soncin will bis zum letzten Moment kämpfen – und setzt dabei vor allem auf die mentale Stärke ihrer Spielerinnen.
Ein neuer abschnitt in der verantwortung
Nach dem Rücktritt von Gabriele Gravina vom Präsidentenposten des italienischen Fußballverbands (FIGC) steht die frauen-Nationalmannschaft unter besonderer Beobachtung. Soncin, die von Gravina im September 2023 berufen wurde, betont, dass sie die Verantwortung als Chance versteht, den positiven Weg der Mannschaft fortzusetzen. „Wir sind uns der Verantwortung bewusst, aber wir sehen darin eine Möglichkeit, unser Licht zu zeigen und unser Ziel zu erreichen“, so Soncin bei der Pressekonferenz in Coverciano.

Die qualifikationssituation: ein harter kampf
Die Ausgangslage in der Qualifikationsgruppe ist alles andere als rosig. Nach zwei Spielen stehen lediglich ein Punkt auf dem Konto, während Dänemark und Schweden die Tabelle gemeinsam anführen. „Wir haben in den ersten beiden Spielen nicht optimal abgeschnitten und viele Situationen hätten wir besser verwalten können“, räumt Soncin ein. Dennoch will sie die Hoffnung nicht aufgeben. „Wir haben in den letzten Wochen intensiv mit den Spielerinnen gearbeitet, insbesondere im Hinblick auf die mentale Stärke, die für diese entscheidenden Spiele erforderlich ist.“

Dialog und überzeugung: der schlüssel zum erfolg
Über ständige Kommunikation und persönliche Kontakte zu den Spielerinnen hat Soncin ein starkes Vertrauen aufgebaut. „Es gibt nicht nur Gespräche, weil wir ständig auf Reisen sind und Kontakt halten, sondern weil wir in ihnen und uns selbst die Überzeugung und den Willen sehen, die Chancen auf den ersten Platz im Gruppe wiederzuerlangen.“ Das Ziel ist klar: Italien soll nach 2023 wieder bei einer Weltmeisterschaft dabei sein. Während die Männer ihre Chance erst 2030 haben, wollen die frauen vorlegen.

Soncin: zufriedenheit durch entwicklung
Auch wenn der Fokus auf den nächsten zwei Spielen liegt, blickt Soncin bereits auf die Zukunft. „Ich bin immer zufrieden, wenn ich sehe, dass die Mannschaft in die Richtung geht, die wir uns vorstellen“, erklärt sie. Die kommenden Partien gegen Serbien und Dänemark könnten dabei eine weitere Bestätigung sein, dass sich die Arbeit in den letzten Monaten gelohnt hat. Die Spielerinnen sind bereit, alles zu geben, um das Ticket nach Brasilien zu lösen – und damit ein weiteres Kapitel in der erfolgreichen Geschichte des italienischen Frauenfußballs zu schreiben.
