Italienische erfolge: mehr als nur glück?

Der italienische Sport erlebt eine Renaissance, die weit über die reine Glückssache hinausgeht. Während die Fußballnationalmannschaft erneut bei einer Weltmeisterschaft versagt, feiern andere Disziplinen beispiellose Triumphe. Die olympischen Siege von Gimbo Tamberi und Marcell Jacobs im Sommer 2021 markierten einen Wendepunkt – ein Signal, dass Italien wieder zu den Sport-Supermächten der Welt gehört. Aber wie kam es zu diesem Umbruch, und warum gelingt es in anderen Sportarten, wo der Fußball scheitert?

Die anatomie des erfolgs: ein blick hinter die kulissen

Die anatomie des erfolgs: ein blick hinter die kulissen

Andrea Buongiovanni, Journalist der 'Corriere della Sera', hat sich dieser Frage angenommen und eine investigative Serie gestartet. Der Fokus liegt dabei nicht nur auf dem Ergebnis, sondern auf den Strukturen, Trainingsmethoden und der Mentalität, die zu diesen Erfolgen führen. Die erste Folge beleuchtete die Erfolge im Wassersport, nun widmet sich Buongiovanni der Leichtathletik – einem Bereich, der in den letzten Jahren für Überraschungen gesorgt hat.

Tamberi und Jacobs sind nicht die einzigen Beispiele. Eine ganze Generation italienischer Athleten feiert Erfolge, die über Jahre hinweg kaum zu erwarten waren. Doch was ist das Geheimnis? Es ist eine Kombination aus modernem Training, gezielter Förderung und einem veränderten Mindset. Früher wurde im italienischen Sport oft auf Talent gesetzt, ohne die notwendige Infrastruktur und das wissenschaftliche Know-how. Heute hat sich das geändert.

Die Investitionen in die Leichtathletik sind gestiegen, und die Athleten profitieren von den neuesten Erkenntnissen der Sportwissenschaft.