Italien droht das dritte wm-desaster – ohne vorbereitung ins entscheidungsspiel

Ende März wird in Bergamo entschieden, ob Italien bei der WM in Nordamerika fehlt – zum dritten Mal in Folge. Die Furcht vor einem erneuten GAU ist real. Und diesmal gibt es nicht einmal ein Trainingslager, um die Truppe zusammenzuschweißen.

Gattuso, buffon, bonucci – die not-elite im krisenmodus

Gattuso, buffon, bonucci – die not-elite im krisenmodus

Die FIGC hat nach der verkorksten Qualifikation die Notbremse gezogen: Gennaro Gattuso übernahm, Gianluigi Buffon wurde zum Delegationschef ernannt, Leonardo Bonucci als Co-Trainer reaktiviert. Drei Weltmeister von 2006, die nun gemeinsam die Selezione retten sollen. Doch der Liga-Kalender spielt gegen sie.

Die Serie A zieht durch – Spieltag 23 und 24 Anfang Februar, keine Lücke für ein gemeinsames Lager in Coverciano. Buffon sagte der Corriere della Sera: „Wir haben nichts anderes erwartet.“ Klingt wie Resignation, ist aber Kampfansage. Denn die Spieler treffen sich erst wenige Tage vor dem K.o.-Duell gegen Nordirland. Keine Zeit für taktische Feinheiten, keine Zeit für Seelenmassage.

Die Erinnerung brennt: 2017 das 0:0 gegen Schweden, 2022 das 0:1 gegen Nordmazedonien. Beide Male Turin in Tränen, beide Male der Ausrufezeichen-Charakter eines ganzen Landes zerborsten. Buffon versucht, die Angst zu neutralisieren: „Die Leute sind immer ängstlich und suchen nach Schreckgespenstern.“ Doch die Statistik spricht gegen ihn: Seit 1958 hat Italien keine WM mehr verpasst – bis die Blackouts kamen.

Gattuso hat nur zwei Optionen: Sieg gegen Nordirland, dann entweder Wales oder Bosnien-Herzegowina auswärts. Drei Spiele, ein Trauma, null Fehlerkultur. Die Uhr tickt. Die Nation hält den Atem an. Und die Spieler? Die müssen aus dem Stand wieder zu Helden werden – ohne echtes Training, dafür mit 60 Millionen italienischen Augen im Nacken.

Die WM in den USA, Kanada und Mexiko startet am 11. Juni. Entweder ist Italien dabei – oder die vier Sterne auf dem Trikot verblassen zur Makulatur.