Ironman frankfurt: stornes stürmt voran – große-freese kämpft!
Frankfurt am Main – Dramatik pur beim Ironman Frankfurt! Caspar Stornes aus Norwegen hat sich im Laufe des Halbmarathons an die Spitze gerappt und scheint unaufhaltsam auf den Weg zum Sieg zu sein. Doch auch hinter ihm tobt ein spannender Kampf um die weiteren Plätze, während einige Favoriten mit Problemen zu kämpfen haben.

Verkürzte strecke: brandschutz zwingt zum handeln
Die Entscheidung zur Streckenverkürzung fiel nur wenige Stunden vor dem Rennen. Daniel Gottschall, der Veranstalter, erklärte im hr-Fernsehen, dass die Brandschutzbehörde aufgrund der extremen Hitzeempfindlichkeiten für Helfer und Einsatzkräfte eine Absage empfohlen hatte. „Das war eine Konsenslösung“, so Gottschall, der die Maßnahmen der Stadt verstand, angesichts der ungewöhnlichen Hitzewelle.
Nach 7,8 Kilometern Laufstrecke führt Stornes das Feld mit einer knappen Minute Vorsprung an. Nathan Guerbeur liegt dahinter auf dem zweiten Platz, während Gustav Iden und Jamie Riddle dicht gefolgt werden. Der beste deutsche Athlet, Wilhelm Hirsch, behauptet sich auf dem sechsten Platz, allerdings mit einem Rückstand von gut drei Minuten auf den Führenden.
Ein gebrauchter Tag für Finn Große-Freese: Der eigentlich anvisierte Spitzengruppe entgleitet ihm nach Problemen mit der Verpflegung auf der Radstrecke. Trotzdem will er das Rennen zu Ende bringen, wie er am hr-Mikrofon betonte. „Ich werde das Rennen jetzt trotzdem beenden“, so Große-Freese, dessen Kampfgeist trotz der Widrigkeiten unverkennbar ist.
Die Spannung steigt mit jeder Runde. Wird Stornes seine Führung bis ins Ziel verteidigen können? Oder schlagen noch andere Athleten zu? Die Antwort gibt der Halbmarathon, der nun auf dem Programm steht. Die deutschen Top-Athleten Nick Emde und Jan Stratmann liegen mit knapp vier Minuten Rückstand auf Rang acht und neun, während Ruben Zepuntke mit über einer Minute Rückstand auf Rang 14 zu finden ist. Die Hitze und die verkürzte Strecke machen dieses Jahr eine besonders anspruchsvolle Edition des Ironman Frankfurt.
Die Zuschauer entlang der Strecke zeigten sich zwar enttäuscht über die Streckenkürzung, aber dennoch fieberten sie mit den Athleten mit. Ein Vorfall sorgte für kurzzeitige Aufregung: Eine Passantin überquerte die Radstrecke, wobei sie dem Führenden Guerbeur nur knapp ausweichen konnte. Der Franzose reagierte jedoch souverän und fuhr unbeirrt weiter.
Das Rennen ist noch lang. Und auch wenn die Bedingungen alles andere als ideal sind, so zeigt doch das Feld von Frankfurt am Main, was für unbändige Willenskraft und Ausdauer im Sport möglich ist. Ein Kampf bis zum Schluss ist garantiert.
