Iranische fußballstars: neuanfang in australien – hoffnungsschimmer nach asyl
Ein Lichtblick für zwei iranische Nationalspielerinnen: Fatemeh Pasandideh und Atefeh Ramezanisadeh haben in Australien Schutz gefunden und können nun hoffentlich ein Leben in Sicherheit und unter Ausübung ihres Sports beginnen. Nach dem umstrittenen Asylantrag und dem Weggang mehrerer Teamkolleginnen ist dies ein wichtiger Schritt.

Die flucht vor repressionen und der wunsch nach sicherheit
Die beiden Fußballerinnen sprachen am Freitag von ihrer Erleichterung und Dankbarkeit gegenüber der australischen Regierung. Der „humanitäre Schutz und die sichere Zuflucht“ in Down Under ermöglichen es ihnen, „sicher zu leben und Wettkämpfe zu bestreiten“, so Pasandideh und Ramezanisadeh in einer gemeinsamen Erklärung. Die Situation während der Asienmeisterschaft hatte für große Besorgnis gesorgt, als das iranische Team beim Spiel gegen Südkorea auf das Singen der Nationalhymne verzichtete. Dieser Schritt offenbarte die politischen Spannungen und die Angst der Spielerinnen vor Repressalien in ihrer Heimat.
Während sieben Spielerinnen ursprünglich Asyl beantragten, zogen die meisten ihre Anträge später zurück. Doch Pasandideh und Ramezanisadeh blieben hartnäckig. Aktivisten warfen der iranischen Regierung vor, Druck auf die Familien der Spielerinnen auszuüben, indem sie beispielsweise die Eltern zu Verhören vorluden. Ein beunruhigender Schachzug, um die Frauen zur Rückkehr zu zwingen.
Aktuell konzentrieren sich die beiden Spielerinnen auf ihre Sicherheit und ihr Wohlbefinden. Sie sind „noch nicht bereit, öffentlich über ihre Erfahrungen zu sprechen“, gaben sie an. Eine Woche nach ihrem Asylantrag wurden sie lächelnd beim Training mit dem australischen Club Brisbane Roar fotografiert, doch seither ist von ihnen keine Spur mehr zu sehen. Wo sie sich aufhalten, bleibt vorerst ein Geheimnis.
Die Geschichte von Fatemeh Pasandideh und Atefeh Ramezanisadeh ist ein mahnendes Beispiel für die politischen Verfolgungen, denen Sportlerinnen in einigen Ländern ausgesetzt sind. Gleichzeitig zeigt sie aber auch die Möglichkeit eines Neuanfangs und die Kraft der Hoffnung. Die Entscheidung, ein neues Leben in Australien zu beginnen, ist ein mutiger Schritt in Richtung Freiheit und Selbstverwirklichung.
