Iranische fußballerinnen fliehen nach asien-cup: australien rettet sie vor dem mullah-regime
Fünf Sekunden Schweigen reichen, um Staatsfeind Nr. 1 zu werden. Als die iranische Frauen-Nationalmannschaft beim Asian Cup in Sydney die Hymne ausließ, unterschrieb sie ihr Todesurteil. 48 Stunden später sitzen fünf von ihnen in einem Safehouse von Australiens Geheimdienst ASIO – Asyl gewährt, Namen geändert, Handys abgeschaltet.
Der verrat kam aus der eigenen mannschaft
Die Evakuierung am Mittwoch war keine Hollywood-Inszenierung, sondern reine Panik. Eine 23-jährige Mittelfeldspielerin, selbst zunächst asylbereit, kehrte zurück zur iranischen Botschaft in Canberra und lieferte den Standort ihrer Kolleginnen aus. Tony Burke, Australiens Innenminister, bestätigte den Verrat knapp: „Wir mussten sofort umziehen, sonst wären sie morgen auf einem Rückflug nach Teheran gewesen.“ Die fünf verbliebenen Fußballerinnen wurden binnen 90 Minuten aus dem Teamhotel abgeholt und in eine geheime Wohnung gebracht – keine Fenster zum Fluss, keine Hausnummer, nur ein Codewort für die Pizza-Lieferung.
Warum sich die Spielerin umentschied, bleibt nebulös. Staatsmedien im Iran feiern sie inzwischen als „Patriotin“, die „abtrünnige Schwestern“ habe auffliegen lassen. Die andere Seite der Geschichte: Drohungen gegen ihre Eltern, die im Iran zurückblieben. Die Botschaft wartete bereits am Flughafen Kuala Lumpur, um die restliche Mannschaft in Empfang zu nehmen – kein Zufall, dass der iranische Botschafter persönlich die Maschine betrat.

Ein land, in dem frauenfußball fast illegal ist
Der Iran schickte erstmals seit fünf Jahren wieder ein Frauenteam zu einem großen Turnier. Grund: Der Druck der FIFA wurde zu groß, sonst drohten weitere Sanktionen. Doch die Realität vor Ort ist ein einziger Spott: Frauenstadionsperre, keine Liga-Struktur, Training unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Die Niederlagen gegen Südkorea (0:5) und China (0:7) waren da fast nebensächlich – sie traten an, ohne jemals ein echtes Heimspiel absolviert zu haben.
Die Zahlen sprechen für sich: Laut Weltfußballverband gibt es im Iran gerade einmal 14 registrierte Frauen-Vereine, bei 85 Millionen Einwohnern. Der DFB vergleich: 3.800 weibliche Teams in Deutschland. Die Asien-Teilnahme war also kein sportlicher Fortschritt, sondern ein PR-Bandwurm, der sich nach 90 Minuten wieder in Luft auflöste.
Die fünf Geflüchteten werden nun in Australien bleiben, mindestens drei von ihnen haben bereits Kontakt zu Frauen-Ligisten in Melbourne und Sydney aufgenommen. Ob sie jemals wieder für den Iran spielen? Vergessen Sie es. Ihre Trikots wurden verbrannt, ihre Namen in den staatlichen Medien gestrichen. Wer die Hymne nicht mitsingt, singt eben nie wieder.
