Inter wittert blut: 50-millionen-koné-comeback soll chivus herz schlagen
Mailand – Noch liegt der Meister nicht in der Tasche, da plant die Inter-Führung schon den nächsten Paukenschlag. Manu Koné, der Franzose, den man im Sommer liegenließ, steht wieder ganz oben auf der Liste. Die Botschaft: Diesmal wird nicht gezögert, bis 50 Millionen Euro sind drin.

Warum genau jetzt der knoten platzen muss
Cristian Chivu sitzt seit 18 Monaten auf der Bank, aber erst jetzt, wo Oaktree das Zepter schwingt, darf er richtig shoppen gehen. Der rumänische Coach pflegte sich mit Piero Ausilio und Giuseppe Marotta zu verquicken – bis zu drei Treffen pro Woche in Appiano Gentile. Ergebnis: ein Kader, der in den entscheidenden Spielen gegen Atalanta und Florenz die Puste ausließ. Die Lösung: mehr Power, mehr Tempo, mehr Koné.
Der 24-Jährige von der Roma ist kein klassischer Sechser, sondern ein Schaltzentrale mit Tank. 1,85 m, 82 Kilo, Sprintwerte wie ein Flügelflitzer – genau die „Intensitäts-Spritze“, die Chivus 3-5-2 entzünden soll. Im Sommer war die Sache schon so gut wie fix, dann schlug die Kurve der Roma-Curva ein, die Geschäftsführung zog den Stecker. Die Inter-Seite rechnete intern bereits mit 42 Millionen, ließ sich nicht erpressen. Jetzt ist die Lage anders.
Roma muss bis 30. Juni Kasse machen, egal ob Champions-League-Platz oder nicht. Die 40-Millionen-Marke, seit Hakimi 2020 nicht mehr überschritten, gilt als Makulatur. Oaktree signalisiert: Große Einkäufe sind erlaubt, wenn sie die Sportliche Logik bedienen. Und Koné passt wie der berühmte Faust in ein Auge. Sein Vertrag in der Hauptstadt läuft 2026, ein Verkauf 2025 wäre für die Roma die letzte Chance auf eine ordentliche Plusvalenza.
Paris Saint-Germain lauert, das weiß man in der Via della Liberation. Die Franzosen planen ohnehin einen Mittelfeld-Clean-Up, Koné steht auf dem Zettel von Luis Campos. Doch Inter trumpft mit einer Mischung aus Dringlichkeit und Romantik: Chivu hat den Spieler schon vor einem Jahr analytisch zerlegt – Laufwege, Ballgewinne, progressive Pässe – und will ihn nun als Identifikationsfigur aufbauen. Ein „totaler“ Mittelfeldspieler, der in der eigenen Hälfte dribbelt und in der gegnerischen den Vorlagelauf macht.
Der Countdown läuft. April und Mai werden zur Testphase: Wenn die Meisterschaft feststeht, folgt der finale Blitz. Inter will die Signings vor der Copa América und dem Confed-Cup erledigen, damit keine Preistreiberei entsteht. Konés Berater kursieren bereits mit Zahlen: Fixsumme 45 Millionen plus fünf Millionen Bonus, Gehalt 4,5 Millionen netto pro Jahr – für Inter ein Schritt, keine Revolution. Für Chivu könnte es der letzte Puzzlestein sein, um aus dem „corpaccione“ endlich eine Rennmaschine zu bauen.
Der Scudetto-Kampf bleibt offen, aber der Blick richtet sich bereits auf 2025/26. Die Devise lautet: jünger, schneller, teurer. Und wenn es klappt, wird der Mann, der im August noch als Hoffnungsträger durchs Fenster flog, im Juli als Held durch die Tür hereingetragen werden – mit einem Fünfjahresvertrag und dem Auftrag, das Herz von Inter neu zu programmieren.
