Ingolstadt versinkt in letzter sekunde – wiesbadens konter sitzt

Wiesbaden. Der FC Ingolstadt 04 erlebt einen bitteren Rückschlag im Aufstiegskampf der 3. Liga. Eine vermeintlich sichere Serie von sieben ungeschlagenen Spielen zerbrach in der Nachspielzeit durch einen eiskalten Konter von Wehen Wiesbaden. Die Schanzer scheiterten an der eigenen Ineffizienz und einer unnötigen roten Karte.

Das drama in der schlussphase eskalierte

Das drama in der schlussphase eskalierte

Die Partie schien bereits in Richtung eines Unentschiedens zu gehen, nachdem Max Plath in der 86. Minute sehenswert zum 1:1 ausgeglichen hatte. Doch der Jubel der Ingolstädter Fans verstummte schnell, als Tarik Gözüsirin in der Nachspielzeit mit einem präzisen Schuss aus kurzer Distanz den Siegtreffer für Wiesbaden erzielte. Ein völlig unnötiger Punktverlust, der die Aufstiegsambitionen bremst.

Bereits in der ersten Halbzeit hatte Lukas Schleimer mit einem Traumtor die Wehen-Wiesbadener in Führung gebracht. Ingolstadt offenbarte Schwächen in der Defensive und offenbarte im Mittelfeld zu wenig Kreativität. Die Gelb-Rote Karte für Fredrik Carlsen nach einem unnötigen Foul im zweiten Durchgang verschärfte die Situation zusätzlich und ermöglichte Wiesbaden, das Spiel zu kontrollieren.

Die Gäste agierten zwar mit Leidenschaft, doch die fehlende Durchschlagskraft im Angriff wurde deutlich. Die Latte von Marcel Costly war zwar ein Zeichen von Torgefahr, doch im Spielverlauf offenbarte sich ein eklatanter Mangel an Präzision im Abschluss. Die Wiesbadener hingegen nutzten ihre Chancen konsequenter, auch wenn sie nicht in schöner Regelmäßigkeit entstanden.

Die Niederlage wirft Fragen auf. Ist der Schwung der vergangenen Wochen verflogen? Fehlt der Mannschaft die notwendige Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor? Trainer Michael Köllner wird sich diese Fragen stellen müssen, denn der Konkurrenzkampf in der 3. Liga ist gnadenlos. Die Schanzer haben sich diesen Ausrutscher teuer erkauft und müssen nun im nächsten Spiel Wiedergutmachung leisten. Denn in dieser Liga gleicht jeder Punktverlust einem Rückschritt.

Die Wiesbadener ihrerseits demonstrierten Moral und kämpferischen Einsatz. Gözüsirins Treffer war der verdiente Lohn für eine starke Leistung über 90 Minuten. Ob diese Leistung eine Trendwende im Abstiegskampf einleitet, bleibt abzuwarten. Doch eines ist klar: Wiesbaden hat bewiesen, dass sie zuhause eine Macht sind.