Ingolstadt schockt ulm mit eiskalter chancenverwertung

Der FC Ingolstadt 04 hat sich in Ulm mit 3:1 durchgesetzt und damit die eigene Mini-Krise beendet. Die Entscheidung fiel innerhalb von sieben Minuten – zwei Standards, zwei Tore. Der SSV Ulm musste erneut erleben, dass Ballbesitz allein keine Punkte bringt.

Kügel nutzt die erste echte lücke

Die Gastgeber begannen druckvoll, ließen den Ball laufen, spielten sich Chancen heraus. Doch in Minute 27 schlug Ingolstadt erstmals zu. Emre Gül spielte auf Marcel Costly, dessen Hereingabe Julian Kügel per Kopf über die Linie drückte. Ulm hatte bis dahin 62 Prozent Ballbesitz – und trotzdem lag der FCI vorne.

In der Pause war die Stimmung in der Donaustädter Kabine trotz Rückstand nicht schlecht. Trainer Stephan Klingenberg hatte seine Mannschaft auf Höchstleistung getrimmt, die Chancenverhältnisse sprachen für die Ulmer. Doch Fußball ist ein Ergebnissport.

Maljojoki und costly machen den deckel zu

Maljojoki und costly machen den deckel zu

Nach dem Seitenwechsel blieb Ulm am Drücker, doch Ingolstadt verteidigte kompakt und lauerte. Die Vorentscheidung fiel per Kopfball: Jasper Maljojoki verwertete einen Eckball von Max Besuschkow zum 2:0. Nur sieben Minuten später legte Costly nach einem abgefälschten Freistoß das 3:0 nach. Die Ulmer Defensive wirkte in diesen Szenen wie gelähmt.

Der Anschlusstreffer durch Leon Dajaku per Handelfmeter kam zu spät. Ulm warf noch einmal alles nach vorne, doch Ingolstadts Keeper Kai Eisele ließ nichts mehr anbrennen. Die Schanzer feierten am Ende einen Arbeitssieg, der aufgrund der kalten Chancenverwertung verdient war.

Die Niederlage lässt Ulm weiter im Tabellenkeller versinken. Mit nur 22 Punkten aus 29 Spielen rückt der Abstieg immer näher. Ingolstadt hingegen hat sich auf Platz zwölf festgesetzt und kann durchaus nach oben schauen. Die Moral der Geschichte: Wer seine Chancen nicht nutzt, bekommt sie irgendwann zurück – nur eben als Gegentor.