Infantino strebt nach machtverlängerung: dfb zögert bei unterstützung

Ein Erdbeben in der Fußballwelt? Gianni Infantino, der umstrittene Präsident der FIFA, hat seine Ambitionen für eine weitere Amtszeit offiziell erklärt. Während der Weltfußballverband bereits die Weichen für eine Fortsetzung stellt, zeigt sich der Deutsche Fußball-Bund (DFB) noch ungewiss – eine Zitterpartie, die die Fußballfans weltweit in Atem hält.

Die entscheidung des dfb steht noch aus

Die entscheidung des dfb steht noch aus

Nach dem jüngsten Kongress des Weltverbandes in Vancouver räumte DFB-Präsident Bernd Neuendorf ein, dass die Entscheidung über eine Unterstützung Infantinos noch nicht gefallen ist. Die interne Beratung innerhalb des DFB und der Deutschen Fußball Liga (DFL) steht bevor, denn Neuendorf betonte: „Die Bewertung ist nicht meine alleinige Entscheidung, sondern obliegt unseren Gremien.“ Eine schnelle Klärung ist also nicht zu erwarten.

Infantino, dessen Amtszeit bereits für Kontroversen sorgte, kündigte seine erneute Kandidatur für den Kongress am 18. März 2027 in Marokko an. Ein ernsthafter Gegenkandidat ist derzeit nicht in Sicht, sodass eine Bestätigung durch Akklamation als sehr wahrscheinlich gilt. Doch der DFB, der Infantino 2023 noch die Unterstützung versagte, scheint sich noch nicht sicher zu sein.

Ein verändertes Verhältnis? Das Verhältnis zwischen Infantino und dem DFB hat sich laut Neuendorf „entspannt“. Doch die Erinnerung an die Querelen um die „One Love“-Kapitänsbinden bei der WM 2022 in Katar sitzt tief. Der DFB erwägt mittlerweile eine eigene Bewerbung für die Ausrichtung der Fußball-WM, ein Zeichen des Wandels und des gestärkten Selbstbewusstseins. Die Statutenänderung von vor vier Jahren, die Infantino bis 2031 im Amt halten könnte, verleiht seiner Kandidatur zusätzlich Gewicht.

Es bleibt abzuwarten, ob der DFB sich wieder dem Sog der globalen Fußballpolitik ergibt oder ob er seinen eigenen Weg geht. Die Entscheidung wird nicht nur die Zukunft des deutschen Fußballs, sondern auch die des globalen Sports prägen. Die kommenden Wochen werden entscheidend sein, um zu sehen, ob der DFB seinem Prinzip der unabhängigen Entscheidungsfindung treu bleibt.