Infantino proklamiert wm – trump-lob und visa-debatte im fokus
Ciudad de México brodelt vor Aufregung: Gianni Infantino, der Präsident der FIFA, hat die offizielle Eröffnung der Weltmeisterschaft zelebriert. Vor einer riesigen Menschenmenge und im legendären Azteca-Stadion, wo morgen das Eröffnungsspiel zwischen Mexiko und Südafrika ansteht, betonte Infantino das Engagement der FIFA für eine inklusive WM.
Ein triumph für den fußball – und für die diplomatie?
Besonders stolz zeigte sich Infantino, dass das iranische Nationalteam an der WM teilnehmen darf und dies in einer „positiven Atmosphäre“ geschieht. „Ich hätte bis nach Teheran in einem Bus fahren müssen, um das zu erreichen“, erklärte er mit einem Augenzwinkern, was die Bemühungen der FIFA unterstreicht, trotz politischer Herausforderungen einen inklusiven Wettbewerb zu ermöglichen. Die Zusammenarbeit mit den Regierungen aller beteiligten Länder wurde hervorgehoben.
Die Einschätzung des Turniers ist eindeutig positiv: Infantino bezeichnete es als „eines der spektakulärsten der Geschichte“, obwohl er selbst zugab, nicht der größte Fußballkenner zu sein. Die Frage nach dem Favoriten ließ er offen. „Es gibt so viele Kandidaten: Spanien, Frankreich, England, Deutschland, Portugal, Brasilien, Argentinien, Marokko…“
Ein überraschender Name fiel im Zusammenhang mit der WM: Donald Trump. Infantino lobte das frühe Verständnis des ehemaligen US-Präsidenten für die Bedeutung eines Fußball-Weltmeisterschaften und betonte dessen „großen Beitrag“ zur Organisation des Turniers. Die Bedeutung von Spielern wie Messi, Mbappé und Haaland wurde ebenfalls gewürdigt, die den Wettbewerb bereichern werden.

Visa-debatte und sicherheitsbedenken
Ein heikles Thema wurde bei der Pressekonferenz ebenfalls angesprochen: die Einreisebestimmungen. Infantino äußerte sich kritisch gegenüber der Idee, dass die FIFA Regierungen darüber diktiert, wer in ihr Land einreisen darf. Er plädierte für mehr Vertrauen in die FIFA und betonte, dass Sicherheitsvorkehrungen oberste Priorität haben. Doch er forderte gleichzeitig eine Lockerung der Visa-Bestimmungen für zukünftige Turniere, insbesondere im Hinblick auf die Frauen-Weltmeisterschaft 2035 im Vereinigten Königreich.
„Wir leben nicht auf dem Mond“, betonte Infantino, und wies darauf hin, dass die Welt ein „aggressiver“ Ort sei, auf dem Sicherheit immer wichtiger werde. Er zeigte sich zuversichtlich, dass die FIFA in der Lage ist, positive Lösungen zu finden und ein sicheres und faires Turnier zu gewährleisten.

Ein fest für die fans und ein wirtschaftlicher erfolg
Das Ziel sei es, dass die Menschen glücklich sind und ihre Alltagssorgen für 39 Tage vergessen können. Infantino drückte den Wunsch aus, atemberaubende Spiele, spektakuläre Tore und vor allem Sicherheit in den Stadien zu erleben – eine Herausforderung, die er für eine der größten Aufgaben hält. Er zeigte sich zuversichtlich, dass die WM ein wirtschaftlicher Erfolg wird und die Welt in ihren Bann ziehen wird, ähnlich wie in Katar.
Die FIFA hat sich zum Ziel gesetzt, die Kontroversen in den Hintergrund zu rücken und die positiven Botschaften des Fußballs in den Vordergrund zu stellen. Es bleibt abzuwarten, ob es Infantino gelingt, dieses ambitionierte Ziel zu erreichen. Die Welt blickt gespannt auf die ersten Spiele der Weltmeisterschaft.
