Indian wells: sinner spielt um 3 uhr nachts, berrettini trifft zverev
Indian Wells erwacht – und die Italiener stehen gleich fünffach im Mittelpunkt. Das erste Masters-1000-Turnier der Saison beginnt mit einem Programm, das es in sich hat: Jannik Sinner tritt gegen den Tschechen Dalibor Svrcina an – und zwar erst um 3 Uhr morgens mitteleuropäischer Zeit. Wer seinen Schlaf opfert, wird dabei sein. Die anderen lesen es am Morgen nach.
Berrettini gegen zverev: kein geschenk zum auftakt
Matteo Berrettini eröffnet den Turniertag mit dem wohl härtesten Los der Runde. Gegenüber steht Alexander Zverev, die Nummer vier der Weltrangliste – ein Gegner, der gerade in Bestform agiert. Für Berrettini ist es kein sanfter Wiedereinstieg, sondern ein sofortiger Realitätscheck. Gleichzeitig betritt Flavio Cobolli als Nummer 15 der Setzliste den Court gegen Miomir Kecmanovic. Zwei Italiener, zwei völlig verschiedene Ausgangslagen.
Musetti kehrt zurück – und alle schauen hin
Das vielleicht emotionalste Comeback des Tages gehörtLorenzo Musetti. Der Toskaner hatte bei den Australian Open in einem Viertelfinale gegen Novak Djokovic aufgeben müssen – in einem Moment, in dem er dominierte. Das schmerzt noch. In Indian Wells tritt er nun gegen Marton Fucsovics an, ein Auftaktmatch, das technisch machbar wirkt, aber körperlich und mental eine andere Geschichte erzählt. Musetti teilt sich sein Tableau-Viertel mit Cobolli, Berrettini und Mattia Bellucci.
Sinners weg: shelton lauert, mensik ist möglich
Sinner befindet sich im letzten Viertel des Tableaus. Ein potenzielles Viertelfinale gegen Ben Shelton zeichnet sich ab – wobei eine Neuauflage gegen Jakub Mensik ebenfalls im Bereich des Möglichen liegt. Erst aber: Svrcina, mitten in der Nacht, auf einem leeren Platz unter Flutlicht. Sinner kennt solche Momente. Er hat damit kein Problem.
Paolini und das abendprogramm
Jasmine Paolini, als Nummer sieben gesetzt, trifft auf Anastasia Potapova – frühestens um 22:20 Uhr. Der Abend gehört ihr.
Das Turnier überträgt in Deutschland und Österreich Sky, der das vollständige ATP- und WTA-Rechtepaket hält. Das Preisgeld beläuft sich auf 9.415.725 Dollar. Der Sieger kassiert 1.151.380 Dollar und 1.000 Ranglistenpunkte. Indian Wells ist kein gewöhnliches Turnier – es ist der erste große Maßstab der Saison. Und dieser Maßstab liegt gerade in italienischen Händen.
