Ihlenburg stösst viktoria berlin zu – jena vor sportlicher mammutaufgabe
Schock in Thüringen: Toma Ihlenburg, Leistungsträgerin und Vize-Kapitänin des FC Carl Zeiss Jena, wechselt im Sommer zu Zweitligist Viktoria Berlin. Ein herber Verlust für die abstiegsbedrohten Thüringerinnen, die nun in der verbleibenden Saison und insbesondere im Hinblick auf die neue Spielzeit eine enorme Lücke schliessen müssen.

Jena unter zugzwang: klassenerhalt in der pflicht
Die Entscheidung der 23-jährigen Defensivspezialistin, Jena zu verlassen, kommt zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt. Das Team von Coach Rico Müller kämpft in der Frauen-bundesliga verzweifelt um den Klassenerhalt. Mit vier ausstehenden Spielen und einem Rückstand von vier Punkten auf das rettende Ufer steht Jena vor einer sportlichen Mammutaufgabe. Ihlenburgs Abgang – ihre Konstanz und Erfahrung werden schmerzlich fehlen – erschwert die Mission enorm.
Die Vize-Kapitänin, die in der laufenden Saison in jeder einzelnen Partie auf dem Platz stand und somit die meisten Einsatzminuten beim FCC verbucht, verlässt den Verein, deren Vertrag im Sommer ausläuft. Ihre Entscheidung für Berlin, wo sie in der 2. bundesliga auf neue Herausforderungen hofft, ist nachvollziehbar, wirft aber bei Jena tiefe Furchen.
Ein schnelles Wiedersehen ist bereits im Frühjahr möglich, wenn Viktoria Berlin und Jena im direkten Duell aufeinandertreffen. Ob die Thüringerinnen dann in der Lage sein werden, die Abwehrlücke zu schliessen und zu punkten, bleibt abzuwarten. Die jüngste Niederlage im DFB-Pokalhalbfinale gegen Wolfsburg zeigte, dass die Mannschaft zwar Moral bewiesen hat, aber auch noch an ihrer Konstanz arbeiten muss.
„Wir sind in einer sportlich herausfordernden Situation, und genau jetzt kommt es darauf an, als Mannschaft geschlossen aufzutreten“, erklärte Ihlenburg in einer Pressemitteilung. Ihre Worte unterstreichen die Tragweite des Wechsels und die Notwendigkeit, dass der FCC nun geschlossen an einem Strang zieht, um den Abstieg zu verhindern. Der Fokus muss nun auf der Zusammenführung neuer Kräfte und der Entwicklung einer stabilen Abwehrstrategie liegen.
Die Fans von Jena bangen um die Zukunft ihres Teams. Der Verlust einer Leistungsträgerin wie Ihlenburg ist ein herber Schlag, doch die Hoffnung auf einen Überraschungscoup im Kampf gegen den Abstieg stirbt nicht.
