Ihf vergibt junioren-wms: china und nordmazedonien übernehmen

Der Handball-Weltverband hat entschieden. China richtet die Juniorinnen-WM 2026 aus, Nordmazedonien bekommt die Junioren-WM 2027. Der IHF-Rat hat diese Woche grünes Licht gegeben – und damit zwei Länder belohnt, die im Nachwuchshandball längst keine Unbekannten mehr sind.

China kehrt zurück – mit rückenwind aus 2024

Vom 24. Juni bis 5. Juli 2026 wird die Stadt Jinzhong zum Zentrum des weiblichen Nachwuchshandballs weltweit. Es ist bereits das zweite Mal, dass China eine Juniorinnen-WM ausrichtet – nach der Premiere 1999. Insgesamt wird es die vierte Ausgabe in Asien sein, nach den Turnieren in der Republik Korea 1985 und 2010.

Aber was diesen Zuschlag wirklich erklärt, ist eine Zahl: 5.680 Zuschauer. So viele Menschen drängten sich beim Spitzenwert der Jugend-WM der Frauen 2024 in chinesischen Hallen – ein Rekord, der dem IHF offenbar nicht entgangen ist. Wer solche Kulissen liefert, bekommt das nächste Turnier. So einfach funktioniert das Geschäft.

Das Turnierformat bleibt bewährt: 32 Nationalmannschaften in acht Vierergruppen, die beiden Besten jeder Gruppe ziehen in die Hauptrunde ein. Kein Experiment, kein Risiko – solide Struktur für ein Turnier, das Aufmerksamkeit verdient.

Nordmazedonien: ein kleines land mit großer handballtradition

Nordmazedonien: ein kleines land mit großer handballtradition

Vom 23. Juni bis 4. Juli 2027 übernimmt dann Nordmazedonien. Und wer denkt, das sei eine Überraschung, hat die letzten Jahre nicht aufgepasst. Das Land hat bereits die Jugend-WM der Frauen 2022, die Juniorinnen-WM 2024 und die Junioren-WM 2007 ausgerichtet. Nordmazedonien ist in der Nachwuchsorganisation des Handballs so etwas wie ein stiller Profi – immer bereit, immer verlässlich.

Auch hier: 32 Teams, acht Gruppen zu je vier Mannschaften, die zwei Besten pro Gruppe weiter. Dieselbe Logik wie bei den Frauen. Was zählt, ist was auf dem Parkett passiert – und da hat Nordmazedonien bisher keine schlechten Erinnerungen hinterlassen.

Zwei Turniere, zwei Kontinente, ein klares Signal des IHF: Der Nachwuchs bleibt Priorität. Und die Hallen werden voll sein.