Hummels prophezeit nagelsmanns kimmich-plan für paraguay

Mats Hummels hat die Aufstellung gegen Paraguay vorweggenommen – und sie klingt nach einem strategischen Kniff. Der Weltmeister von 2014 erwartet Joshua Kimmich im defensiven Mittelfeld, nicht auf der rechten Abwehrseite. Was folgt, ist eine Positionierung, die an den glorreichen Sommer von Rio erinnert.

Die rückkehr der innenverteidiger-flügel

„Je näher das Spiel rückt, desto mehr verfestigt sich der Eindruck, dass er auf der Sechs startet“, sagte Hummels bei MagentaTV. Dahinter verbirgt sich eine klare Botschaft: Nagelsmann rotiert, und er tut es mit historischem Bezug. Die 2014er-Vibes, von denen Hummels spricht, meinen jene Taktik, bei der Innenverteidiger wie Philipp Lahm oder Benedikt Höwedes die Außenbahnen besetzten.

Für die rechte Seite tippt Hummels auf Waldemar Anton. Der VfB-Stuttgart-Kapitän wäre damit der Überraschungsmann in einem Achtelfinale, das um 22.30 Uhr in Foxborough beginnt. Links hingegen kehrt Nathaniel Brownzurück – Nagelsmann hatte das bereits auf der Abschlusspressekonferenz bestätigt, während er bei Kimmich die Karten verdeckt hielt.

Pavlovic rutscht raus, nmecha bleibt draußen

Pavlovic rutscht raus, nmecha bleibt draußen

Hummels macht auch vor internen Konsequenzen nicht Halt. Aleksandar Pavlovic, bisher oft gesetzt, sieht er als ersten Kandidaten für die Bank: „Die Kombination aus Pavlovic und Nmecha passt nicht optimal.“ Stattdessen plädiert er für Felix Nmecha – nicht als Partner, sondern als Einzelspieler mit besserem Turnier.

Die Analyse ist typisch Hummels: ungeschönt, erfahren, mit dem Blick für Details, die anderen entgehen. Wer ihn bei der EM 2024 als TV-Experten erlebt hat, kennt diesen Ton. Er urteilt nicht als Zuschauer, sondern als jemand, der selbst in diesen Situationen gestanden hat.

Nagelsmanns Schweigen bei der Pressekonferenz war strategisch. Jede vorzeitige Enthüllung hätte Paraguays Coach Daniel Garnero Zeit zur Anpassung gegeben. Doch Hummels hat die Rechnung ohne den Argentinier gemacht – oder mit dessen taktischer Vorbereitung auf ein anderes System.

Die Uhr tickt. In knapp vier Stunden wird sich zeigen, ob der Weltmeister von 2014 recht behält. Die Wahrscheinkeit steht auf seiner Seite. Und Nagelsmann weiß das.