Hsv hamburg: umbruch droht – jansen krempelt kader um!

Die Daikin Handball-Bundesliga mag für den HSV Hamburg aktuell ein komfortables Mittelfeld sein, doch die Ambitionen des ambitionierten Trainers Torsten Jansen gehen weit darüber hinaus. Die kommenden Saisonspiele könnten für einige Stammkräfte eine bittere Überraschung bereithalten: Die Bank wird plötzlich zur bevorzugten Bleibe.

Rotation als schlüssel zur konstanz?

Jansen, der sich nach eigener Aussage Sorgen macht, plant bereits jetzt eine Umstrukturierung des Kaders. Es geht darum, Spielern, die ab Sommer eine wichtige Rolle spielen sollen, frühzeitig mehr Spielzeit zu ermöglichen – selbst wenn das kurzfristig den Erfolg gefährdet. „Es ist keine einfache Situation“, räumt der Coach ein, „aber wir müssen jetzt die Weichen für die Zukunft stellen.“

Besonders im rechten Rückraum zeichnet sich ein Umbruch ab. Jacob Lassen, der Leistungsträger und Punktegarant, verlässt den Verein im Sommer in Richtung Rhein-Neckar Löwen. Seine Formkurve der letzten Wochen lässt jedoch zu wünschen übrig. Seine 100 Tore und 117 Assists werden durch 59 technische Fehler, 63 Fehlwürfe und oft mangelnden Einsatz in der Abwehr konterkariert. Die Bilanz ist ausbaufähig, das steht fest.

Doch wer soll in Lassens Fußstapfen treten? Hier könnte Oliver Norlyk, ein Landsmann Lassens und Neuzugang für 2025, plötzlich seine Chance erhalten. Der 1,93 Meter große und 93 Kilo schwere Spieler wartet sehnsüchtig auf seine Einsatzzeit und könnte in Kombination mit dem jungen Norweger Nicolai Daling den rechten Rückraum neu beleben. Ob Norlyk die nötige Durchschlagskraft besitzt, bleibt abzuwarten.

Neuzugänge und abschiede am kreis

Neuzugänge und abschiede am kreis

Auch am Kreis gibt es Veränderungen. Jan Schmidt, der im Winter mit Zweitspielrecht zum HSV kam, soll, sofern sein aktueller Verein Dormagen die Klasse in der 2. Liga hält, mehr Spielzeit erhalten. Sein starker Auftritt gegen Leipzig ließ bereits aufhorchen. Allerdings bedeutet dies, dass die Ära von Kapitän Niklas Weller, der seine Karriere am Saisonende beendet, und Co-Kapitän Andreas Magaard, der im Sommer nach Dänemark zurückkehrt, langsam zu Ende geht. Die beiden erfahrenen Spieler müssen sich wohl auf eine weniger tragende Rolle einstellen.

Die kommenden Partien werden zeigen, ob Jansens mutige Entscheidung, die Rotation zu forcieren, Früchte trägt oder ob sie den HSV Hamburg in eine Ergebniskrise stürzt. Die Zeichen stehen auf Veränderung – und die Zeit wird es zeigen, ob diese Veränderungen den Verein voranbringen.