Hsc suhr aarau fegt sieben profis weg – joao ferraz muss gehen

Der HSC Suhr Aarau schickt gleich sieben Spieler vor die Tür. Unter ihnen: Joao Ferraz. Der Portugiese war sechseinhalb Jahre das Gesicht des Klubs, erzielte 560 Tore in 124 Spielen – und muss trotzdem gehen.

Ferraz kam 2019 aus Wetzlar, wurde zum Publikumsliebling, holte den Supercup 2021 und spielte zweimal im Europacup. Nun endet seine Zeit in Aarau abrupt. „Ein absoluter Vollprofi und Vorbild“, schreibt der Verein. Doch das reicht nicht für einen neuen Vertrag.

Warum der klub radikal durchgreift

Warum der klub radikal durchgreift

Die Verantwortlichen sprechen von einem „Neuanfang“. Neben Ferraz müssen auch Ivan Herceg, Finn Kreuzer und Filip Stojanoski gehen. Die Verträge aller vier Profis laufen nicht aus, sie werden aktiv nicht verlängert. Ein klares Signal: Die sportliche Führung will frisches Blut.

Doch es gibt nicht nur Abgänge. Aus dem eigenen Nachwuchs rücken Timo Regli und Lenny Mürset auf, beide unterschreiben Ausbildungsverträge über drei Jahre. Finn Anderes kommt von der HSG Aargau Ost und erhält einen Zweijahresvertrag. Der Klub setzt auf junge, hungrige Spieler statt auf erfahrene Kräfte.

Die Entscheidung trifft vor allem Ferraz hart. Der 36-Jährige war mehr als nur Torschütze – er war Anführer, Mittelpunkt, Identifikationsfigur. 96 Länderspiele für Portugal, über 560 Tore für Suhr Aarau. Doch Zahlen allein zählen nicht mehr. Die Härte des Geschäfts: Selbst Legenden werden austauschbar.

Ferraz nimmt es mit Fassung: „Es war mir eine große Ehre, Teil des HSC Suhr Aarau zu sein.“ Er verlässt den Klub mit „unvergesslichen Erinnerungen und enormer Dankbarkeit“. Doch seine Zukunft ist offen. Ein neuer Klub? Eine neue Liga? Noch nichts ist sicher.

Für den HSC Suhr Aarau beginnt nun die Ära nach Ferraz. Die Fans werden ihm nachtrauern. Die Frage ist nur: Schafft der Neuanfang den erhofften Erfolg – oder verliert der Klub seine Seele?