Hoffenheim zieht die notbremse: 2,7-millionen-euro-klausel für vogt gezogen
Die TSG Hoffenheim hat ihre Offensive schon jetzt neu justiert. Andreas Schicker aktivierte am Montag die Ausstiegsklausel für Alessandro Vogt – 2,7 Millionen Euro, Deal fix, Medizin-Check in den nächsten Tagen. Der 21-jährige Goalgetter von St. Gallen kommt, bevor der aktuelle Bundesliga-Saisonball überhaupt zu Boden gegangen ist.
Ein neuner, bevor der alte sturm auseinanderfällt
14 Tore in 29 Super-League-Einsätzen – das reichte, um Vogt auf die Wunschliste mehrerer Klubs zu setzen. Doch Hoffenheim handelte schnell, weil der eigene Angriff im Sommer implodieren könnte. Bazoumana Touré, Fisnik Asllani und Tim Lemperle stehen auf europäischen Zetteln, die Verträge von Ihlas Bebou und Andrej Kramarić laufen aus. Schicker kauft deshalb jetzt schon Nachschub, statt in der Transferlotterie des Juli mitzumischen.
Die Rechnung ist simpel: Wer heute zuschlägt, zahlt Millionenbeträge, spart sich aber das Sommer-Wettbieten. Die TSG bewies mit Avdullahu und Hajdari aus der Schweiz bereits ein Händchen – beide zählen jetzt zur Stammspiel-Riege des Überraschungsteams. Vogt soll dieselbe Kurve nehmen, nur höher und schneller.

Maassen winkte ab, vogt winkt zurück
St.-Gallen-Coach Enrico Maassen hatte den Abgang schon vor Wochen bestätigt, „damit der Junge planen kann“. Die Offenheit half beiden Seiten: Der FC St. Gallen sichert sich eine saftige Ablöse, Vogt bekommt die Bundesliga-Bühne, auf die er sich seit der U-17 beworben hat. Intern spricht man bei Hoffenheim von einem „ klassischen Neuner mit Raumdeuter-Allüren“ – jemand, der sich in der Box bewegt wie ein Matador, aber nicht wartet, bis die Flanke kommt.
Medizin-Check, Vertragslaufzeit, Kadernummer – alles offen. Aber die Richtung ist klar: Kraichgau statt Rosenstadt. Und die Botschaft auch: Hoffenheim baut nicht erst, wenn der Sturm längst weg ist. Sie bauen, bevor er überhaupt weg kann. Die 2,7 Millionen sind kein Paukenschlag, sie sind ein Frühstücksgeschäft – und das Frühstück bekommt gerade der nächste Gegner der TSG serviert.
