Hoffenheim hält an schicker fest: henssler tritt zurück – machtkampf beigelegt?
- Schicker bleibt sport-geschäftsführer – henssler wirft das handtuch
- Hensslers rücktritt und die geplante versammlung
- Einigkeit im verein: schicker muss bleiben
- Hensslers begründung für den rückzug
- Gerichtliche intervention verhindert versammlung
- Hopps klare unterstützung für schicker
- Die zukunft der tsg hoffenheim
Schicker bleibt sport-geschäftsführer – henssler wirft das handtuch
Andreas Schicker bleibt trotz intensiver Spekulationen weiterhin Sport-Geschäftsführer der TSG 1899 Hoffenheim. Diese Entscheidung fiel laut Vereinsmitteilung am Montagabend im Rahmen einer Vorstandssitzung. Ein wesentlicher Aspekt dieser Entwicklung ist der Rücktritt von Christoph Henssler, der als vehementer Kritiker Schickers galt. Henssler legte sein Amt als 2. Vorsitzender des eingetragenen Vereins nieder.

Hensslers rücktritt und die geplante versammlung
Christoph Henssler hatte nach dem gesundheitlich bedingten Rückzug von Jörg Albrecht im November des vergangenen Jahres interimistisch die Leitung des Muttervereins übernommen. Die von ihm anscheinend initiierte Gesellschafterversammlung am Montagabend fand jedoch nicht statt. Die TSG gab an, dass die juristische Grundlage für die Einberufung der Versammlung fehlte.

Einigkeit im verein: schicker muss bleiben
"Wir sind uns im e.V.-Vorstand einig, dass Andi Schicker als Geschäftsführer bei der TSG Hoffenheim gehalten werden muss", erklärte Frank Engelhardt, der 3. Vorsitzende des Muttervereins, deutlich. Er wird gemeinsam mit dem zurückkehrenden Jörg Albrecht die Vereinsführung in den kommenden vier Wochen übernehmen, um die Handlungsfähigkeit zu gewährleisten. Die Neuwahlen sind für den 9. März angesetzt.
Hensslers begründung für den rückzug
Christoph Henssler betonte in einer Erklärung, dass die TSG Hoffenheim und ihre Mitglieder immer seine oberste Priorität gewesen seien. Er habe sich bemüht, den Verein sowohl strukturell als auch professionell weiterzuentwickeln. "Aus tiefer Verbundenheit zu meinem Klub wünsche ich der TSG Hoffenheim für die Zukunft nur das Beste und lege mein Amt mit dem heutigen Tage nieder", so Henssler.
Gerichtliche intervention verhindert versammlung
Wie der "kicker" berichtet, war die von Henssler forcierte Gesellschafterversammlung juristisch untersagt worden. Das Landgericht Heidelberg hatte bereits in der Vorwoche einem Antrag auf einstweiligen Rechtsschutz stattgegeben. Es wurde spekuliert, dass auf der Versammlung über die Abberufung Schickers und seine Degradierung zum Sportchef entschieden werden sollte. Der Antrag soll von Dietmar Hopp gestellt worden sein.
Hopps klare unterstützung für schicker
Dietmar Hopp, der weiterhin die Kapitalmehrheit beim Bundesligisten hält, hatte sich ebenso wie Trainer Christian Ilzer und die Mannschaft klar hinter Andreas Schicker gestellt. Hopp zeigte sich in der "Rhein-Neckar-Zeitung" unverständnisvoll gegenüber den Bestrebungen, Schicker seines Postens zu entheben. Er lobte die herausragende Arbeit Schickers, die zu einer beeindruckenden Mannschaft geführt habe.
Die zukunft der tsg hoffenheim
Mit der Klärung der Führungsfrage scheint die TSG Hoffenheim nun einen wichtigen Schritt zur Stabilisierung unternommen zu haben. Die kommenden Wochen werden zeigen, wie sich die neue Konstellation im Vorstand und die Zusammenarbeit zwischen Albrecht und Engelhardt entwickeln werden. Die sportliche Entwicklung unter Andreas Schicker wird dabei weiterhin im Fokus stehen.
