Hoeneß schießt gegen tuchel und nagelsmann – kompany lobt bayern!

München – Der FC Bayern erlebt derzeit einen Umbruch, und die alten Krieger scheinen noch lange nicht bereit zu sein, die neue Ära bedingungslos zu unterstützen. Uli Hoeneß, Ehrenpräsident des Rekordmeisters, hat in einem Podcast scharfe Kritik an der kurz vergangenen Amtszeit von Thomas Tuchel geäußert und auch Bundestrainer Julian Nagelsmann in die Mangel genommen. Ein regelrechtes Machtwort des ehemaligen Managers, das die Gemüter erhitzen dürfte.

Tuchels abgang: ein fehler aus sicht hoeneß'

Die Entlassung Thomas Tuchels nach dem verpassten Meistertitel in der vergangenen Saison scheint Hoeneß bis heute zu beschäftigen. Im „Auf eine weiß-blaue Tasse“-Podcast von Markus Söder ließ er seiner Unzufriedenheit freien Lauf. Während Vincent Kompany, der designierte Bayern-Trainer, bereits jetzt als „Spieler-Joker“ gefeiert wird, der „jeden Spieler besser“ mache, sah Hoeneß Tuchels Auftreten kritisch. Statt sich selbst zu hinterfragen, habe Tuchel stets die Schuld an der Mannschaft gesucht – eine Vorgehensweise, die dem Ehrenpräsidenten missfällt.

Hoeneß führte Beispiele an, wie Tuchel vermeintlich einzelne Spieler öffentlich kritisierte. „Der rechte Verteidiger, mit dem geht es nicht. Kimmich ist auch nicht so ein guter Spieler, und den Gravenberch – der jetzt in Liverpool spielt – kann ich überhaupt nicht gebrauchen“, so Hoeneß, der damit eine Kultur der Selbstzweifels und des Misstrauens anprangerte. Die Schuldzuweisungen an die Mannschaft anstatt die eigene Führung zu reflektieren, seien ein entscheidender Unterschied zu Kompanys Ansatz.

Nagelsmann und die manuel-neuer-debatte

Nagelsmann und die manuel-neuer-debatte

Auch Julian Nagelsmann, der aktuelle Bundestrainer, erhielt von Hoeneß nicht nur schmeichelhafte Worte. Der 74-Jährige bemängelte, dass Nagelsmann zu oft über die Medien kommuniziere und interne Probleme öffentlich mache. Besonders die Debatte um Manuel Neuers mögliche Teilnahme an der WM hätte er anders gelöst. „Ich hätte ganz klar gesagt: Wir spielen jetzt mit Baumann oder mit Nübel oder wem auch immer, und wir warten ab, wie die Entwicklung ist“, erklärte Hoeneß. „Weil Manuel Neuer hätte man ohne das Theater auch noch vier Wochen vor der WM nominieren können und der hätte gespielt wie einst ein Mai.“

Die Aussagen Hoeneß’ werfen ein Schlaglicht auf die internen Dynamiken beim FC Bayern und zeigen, dass die Vergangenheit noch lange nicht vergessen ist. Während Kompany mit seiner ruhigen und motivierenden Art bereits einen positiven Eindruck hinterlässt, müssen Tuchel und Nagelsmann sich hinterfragen, wie sie in Zukunft mit Kritik und öffentlicher Wahrnehmung umgehen werden. Die kommenden Wochen und Monate werden zeigen, ob die Bayern-Legende Hoeneß’ Einschätzungen in seinen Aussagen bestätigt sieht.