Hoeneß droht spielerberatern: bayern münchen zieht die reißleine
Hoeneß kündigt harte linie gegen berater an
Uli Hoeneß, Ehrenpräsident des FC Bayern München, hat im Interview mit der „Bild“-Zeitung eine deutlich härtere Gangart gegenüber Spielerberatern angekündigt. Hintergrund sind die seiner Meinung nach überzogenen Forderungen und das zunehmend unfaire Verhalten einiger Berater bei Vertragsverhandlungen. „Wir werden dieses ganze Berater-Thema zur Diskussion stellen! Und wir werden es uns nicht mehr gefallen lassen, dass Berater allein bestimmen, wie es läuft“, so Hoeneß.

Upamecano-poker als auslöser
Der jüngste Fall Dayot Upamecano, dessen Vertragsverlängerung sich über Monate hinzog und mit erheblichen Verhandlungen verbunden war, diente als Katalysator für Hoeneß’ Kritik. Er bemängelte, dass die Leistungen der Berater oft in keinem Verhältnis zu den geforderten und letztendlich gezahlten Honoraren stünden. Der Abwehrchef verlängerte seinen Vertrag schließlich bis 2030.
„Wir werden verstärkt nein sagen“
Hoeneß kündigte an, dass der FC Bayern zukünftig konsequenter „Nein“ sagen werde. „Wir werden diesen Wahnsinn nicht mitmachen“, betonte er. Dabei solle auch eine klare Botschaft an die Spieler selbst vermittelt werden. „Man kann auch dem Spieler einmal sagen: ‚Wenn dein Berater weiter so unverschämt verhandelt, werden wir mit ihm nicht mehr über deine Zukunft bei uns sprechen.‘ So weit muss das gehen“, so der 74-Jährige.
Sanktionsmöglichkeiten in erwägung
Der Ehrenpräsident ging noch weiter und skizzierte mögliche Sanktionen. Er erwägt, Berater, die sich unfair verhalten, auf eine „Liste“ zu setzen. „Wir werden vielleicht auch den ein oder anderen Berater – wenn er sich unfair verhält – auf eine Liste nehmen und ihm sagen, dass wir Spieler, die er vertritt, nicht mehr verpflichten werden“, erklärte Hoeneß.
Kritik am verhalten von upamecanos berater
Bereits zuvor hatte Hoeneß das Verhalten des Beraters von Dayot Upamecano scharf kritisiert und sich über dessen Vorgehen „entsetzt“ gezeigt. Diese Kritik unterstreicht die Entschlossenheit des FC Bayern, die Machtverhältnisse im Umgang mit Spielerberatern neu zu definieren. Es geht darum, die sportlichen Interessen des Vereins in den Vordergrund zu stellen.
Barça soll bvb-spieler im visier haben
Neben den internen Angelegenheiten des FC Bayern gibt es auch Transfergerüchte, die die Fußballwelt beschäftigen. Aktuellen Meldungen zufolge soll der FC Barcelona ein Auge auf einen Leistungsträger von Borussia Dortmund geworfen haben. Konkrete Namen wurden jedoch noch nicht genannt.
Neuer und eberl: aktuelle entwicklungen
Auch die Situation um Manuel Neuer bleibt angespannt. Eine erneute Verletzung des Torhüters wirft Fragen nach der langfristigen Torwart-Zukunft des FC Bayern auf. Sportvorstand Karl-Heinz Rummenigge hat bereits Bedingungen für eine mögliche Vertragsverlängerung Neuers genannt. Die Verhandlungen dürften in den kommenden Wochen intensiviert werden.
