Historischer start: dfb-juniorinnen demütigen bosnien!

Zenica bebte gestern Abend Fußballgeschichte – und die Gastgeber mussten bitter einstecken. Die deutsche U19-Nationalmannschaft ließ Bosnien-Herzegowina im ersten Spiel der Europameisterschaft förmlich unter sich verschwinden und feierte einen fulminanten 5:0-Erfolg. Ein Start nach Maß für das Team von Melanie Behringer, das nun im Kampf um den Einzug ins Halbfinale den ersten wichtigen Schritt getan hat.

Frühe führung ebnet den weg zum sieg

Frühe führung ebnet den weg zum sieg

Schon früh machte sich deutlich, dass die deutsche Mannschaft vor vollster Kulisse nicht vorhaben würde, dem Gastgeber Geschenke zu verteilen. Paula Rintzner, die für die verletzte Zoe Schick in die Startelf gerückt war, eröffnete mit ihrem Treffer in der 36. Minute den Torreigen. Ein Zeichen, dass die DFB-Juniorinnen gewollt hatten, von Beginn an das Spiel zu kontrollieren.

Die zweite Hälfte gehörte dann endgültig Deutschland. Felicia Sträßer sorgte mit einem Doppelpack (49./57.) für die beruhigende Führung und machte deutlich, wer die bestimmende Kraft auf dem Platz war. Emma Memminger ließ ebenfalls keine Zweifel aufkommen (71.), bevor Lany Bäcker den Schlusspunkt mit dem 5:0 in der Nachspielzeit setzte. Ein klarer Ausdruck der Überlegenheit.

Die Leistung war beeindruckend, aber es bleibt die Pflichtaufgabe: Um ins Halbfinale zu gelangen, muss das DFB-Team in der Gruppe A mindestens den zweiten Platz belegen. Am Dienstag geht es gegen Polen, danach folgt das letzte Gruppenspiel gegen Schweden. Doch nach diesem Auftritt sind die Chancen auf den Einzug in die nächste Runde deutlich gestiegen.

Während die deutschen Spielerinnen den Sieg gebührend feiern durften, blicken die bosnischen Fans nun mit Sorge auf die weiteren Spiele. Die Niederlage war ein herber Rückschlag im Kampf um den Einzug ins Halbfinale – und zeigt, dass das Turnier für sie eine große Herausforderung werden könnte.