Hfc bricht mit rb leipzig: mitglieder applaudieren kontaktabbruch

Der Hallesche FC hat mit RB Leipzig abgerissen – komplett, bis in die Jugend hinein. Die Mitglieder des Regionalligisten votierten am Sonntag mit klarer Mehrheit für einen sofortigen Kooperationsstopp, wie das Protokoll der Versammlung zeigt. Der Applaus im Saal war ohrenbetäubend.

Kein testspiel, kein leihgeschäft, kein training auf leipziger plätzen mehr

Die neue Satzung verbietet dem Viertligisten fortan jede Form sportlicher Zusammenarbeit mit dem Bundesligisten. Testspiele, Leihgeschäfte, gemeinsame Turniere oder gar das Trainieren auf den beheizten Rasenplätzen in Leipzig – alles gestrichen. Noch im Winter hatte der HFC dort trainiert, weil die eigenen Flächen zugefroren waren. Das war die letzte Gemeinschaftsaktion.

Die Begründung der Mitglieder ist eindeutig: „Wir wahren unsere eigenständige Identität“, heißt es im Antrag. RB Leipzig gilt in Ostdeutschland unter Traditionsvereinen als Inbegriff für Kommerz und Markenpolitik. Die rote Linie wurde nun gezogen.

Fabrice hartmann und co.: die transferpforte schließt sich

Fabrice hartmann und co.: die transferpforte schließt sich

Betroffen sind auch die Spieler. In den vergangenen Jahren wechselten Talente wie Fabrice Hartmann, Joscha Wosz oder Felix Beiersdorf zwischen Halle und Leipzig. Torwart Tim Schreiber wurde ausgeliehen. Diese Pipeline trocknet jetzt aus. Für Talente des HFC bedeutet das: Wer nach Leipzig will, muss den Klub wechseln – und kann nicht mehr zurück.

RB Leipzig wollte sich auf Anfrage nicht äußern. Auch bei Chemie Leipzig, dem Leipziger Regionalliga-Rivalen, ist ein vergleichbarer Beschluss derzeit nicht in Sicht. Die Entscheidung des HFC bleibt damit eine Alleingang – aber ein lauter.

Die Message ist klar: Wer beim HFC spielt, spielt nicht für RB. Und wer für RB spielt, ist in Halle nicht mehr willkommen. Punkt.