Hecking schimpft: großkreutz' wolfsburg-wünsche sind „despektierlich“
Wolfsburg – Der VfL Wolfsburg steckt tief im Abstiegskampf, und die Stimmung ist alles andere als rosig. Nun schießt Trainer Dieter Hecking gegen Ex-Weltmeister Kevin Großkreutz, der im Podcast „Viertelstunde Fußball“ öffentlich den Abstieg des Clubs gewünscht hatte. Heckings Reaktion: Scharfe Kritik und der Vorwurf der Respektlosigkeit.
Die wortwahl des weltmeisters: ein schlag ins gesicht?
Großkreutz hatte seine Wünsche unmissverständlich formuliert: „Eigentlich dürfen sie nicht absteigen. Stadion immer voll, geile Stimmung!“ Und dann der Satz, der nun für Aufregung sorgt: „Ich rede ja immer vom Herzen. Ich will, ich wünsche mir, dass die absteigen! Und fertig.“ Eine Ansage, die Hecking in keiner Weise goutiert. „Ich empfehle, dass man vor seiner eigenen Tür kehrt. Diese Aussagen sind despektierlich, weil es sehr einfach ist, von draußen draufzuhauen“, so der Coach der Sport Bild gegenüber.
Die Lage ist ernst: Wolfsburg belegt aktuell den direkten Abstiegsplatz 17, sechs Spieltage vor Saisonende. Es fehlen vier Punkte auf den Relegationsrang und sechs auf den rettenden 16. Platz. Hecking will sich jedoch nicht in Rechenspiele vertiefen. „Wir können nur unsere eigenen Spiele beeinflussen. Platz 16 ist unser Minimalziel.“

Chaos im team? hecking weist gerüchte zurück
Neben der sportlichen Krise gibt es auch Gerüchte über chaotische Zustände im Team. Hecking widerspricht diesen Behauptungen vehement: „Nein, da kommt die Mannschaft zu schlecht weg. Es ist nicht einfach, wenn man viele verschiedene Nationalitäten und Charaktere hat, die unterschiedlich mit Niederlagen umgehen. Aber hier sitzen keine 24 Stinkstiefel, die nicht miteinander können. Und Chaos wird es bei mir nie geben.“ Allerdings räumte er ein, dass der Kader zu groß sei, was die Situation zusätzlich erschwert.
Die jüngste 6:3-Niederlage gegen Bayer Leverkusen verdeutlicht die Probleme der Mannschaft. Die Werkself schoss die Wölfe regelrecht in Richtung Zweite Liga. Die Frage ist, ob Hecking und sein Team die Kur noch herumreissen können.
