Hc lugano zieht den nächsten coup: jere innala kommt 2026 – und das ist nur der anfang
Die Nachricht schlug ein wie ein Hüftcheck an der Bande: Jere Innala, gerade noch Finalheld der Champions Hockey League, unterschreibt beim HC Lugano – Saison 2026/27, Zwei-Jahres-Vertrag, Transfer perfekt. Die Tessiner haben sich damit einen der gefährlichsten europäischen Flügelstürmer gesichert – und das, obwohl er in Schweden gerade erst den nächsten Titel holte.
Innala liefert die beweise – und sie sind brutal effizient
315 Spiele in der finnischen Liiga, 200 Punkte. 163 Partien in der SHL, 113 Scorerpunkte. Und dann diese Playoffs 2023/24: Torschützenkönig, Punkteladen, Unterschrift unter jedem wichtigen Sieg. Die Zahlen sind kein Zufall, sie sind seine Visitenkarte. Wer Innala auf dem Eis sieht, spürt sofort: Der Mann spielt Hockey, als hätte er den Puck am Faden. Sein Trick: Er verzögert, bis die Welt um ihn herum stehenbleibt – und dann schießt er. Entschlossen, präzise, gnadenlos.
Im Champions-League-Finale gegen Luleå tat er es wieder. Verlängerung, 63. Minute, Puck an den blauen Strich, einer dieser seiner Schnappschüsse – Tor. Frölunda jubelt, Innala wird zum König gekrönt. Und Janick Steinmann, Luganos General Manager, weiß: Das war kein Lucky Punch. Das war die Visitenkarte eines Spielers, der in den letzten drei Jahren jedes Finale gewann, das es zu gewinnen gab.

Warum lugano? und warum jetzt?
Die Antwort liegt in der DNA des Klubs. Die Ticinesi haben in den letzten Jahren ihre Nachwuchsarbeit umgestellt, das Budget gestrafft, dafür aber die internationale Scouting-Abteilung aufgerüstet. Steinmann spricht offen von „einer neuen Ära“, und Innala ist der erste Spieler, der diese Ära tragen soll. Mit 27 Jahren ist er nicht mehr der roh talentierte Junge, aber auch noch lange nicht der Veteran. Er kommt, um zu gewinnen – und um andere besser zu machen.
Dabei bleibt die Frage: Was passiert mit dem Rest des Kaders? Lugano hat sich gerade für die Playoffs qualifiziert, das Team um Greg Hofmann und Alessio Bertaggia läuft heiß. Aber Steinmann deutet an, dass weitere Transfers folgen könnten. „Wir bauen nicht nur für die nächste Saison, wir bauen für die nächsten fünf Jahre.“ Ein Satz, der in der National League selten ist – und der Fans wie Investoren gleichermaßen nervös macht.

Die schweiz bekommt einen neuen superstar – und der weiß, was ihn erwartet
Innala selbst sagt nur wenige Sätze. „Ich freue mich auf Lugano, auf die Fans, auf die Liga.“ Mehr nicht. Kein Pathos, keine Show. Das kennt man von ihm. Der Finne spricht mit dem Schläger – und der hat in den letzten 200 Spielen mehr Tore erzielt als jeder andere europäische Außenstürmer. Die Message ist klar: Er kommt nicht, um sich anzupassen. Er kommt, um zu dominieren.
Für die National League bedeutet das: Der nächste internationale Kracher ist perfekt. Nach Mark Arcobello in Zug, Daniel Audette in Genf oder Andrew Rowe in Biel bekommt nun auch Lugano einen Ausnahmespieler, der in der Lage ist, Spiele mit einem einzigen Handgelenk zu drehen. Die Fans können sich freuen – oder fürchten. Denn wer Innala einmal live gesehen hat, weiß: Dann ist es vorbei mit der Routine. Dann wird jedes Powerplay zur Achterbahn.
Und für die TSV Pelkum Sportwelt? Für uns bedeutet das: Ein neuer Held, den wir beobachten dürfen. Ein Spieler, der Beweise liefert, dass europäischer Spitzeneishockey nicht nur auf NHL-Abstellkäfige wartet. Und eine Geschichte, die gerade erst beginnt. Denn wenn Innala 2026 das erste Mal die Cornér Arena betritt, wird er nicht nur ein neues Kapitel aufschlagen – sondern ein ganzes Buch.
