Hauge: mein herz schlägt immer noch für milan – der bodo-sturm träumt von san siro

Jens Petter Hauge sitzt im Mixed-Zone-Bereich von Boston Stadium, zieht das Norwegen-Trikot zurecht und beginnt seine Geschichte mit einem Satz, der jeden Rossonero schmelzen lässt: „Ich bin noch immer Milanista.“ Nur eine Saison lang lief er 2020/21 für den AC Milan auf, doch die Spuren in seinem Herzen sind tief. Und jetzt, beim Weltcup-Endrunden-Comeback nach 28 Jahren, spricht er Klartext.

Das märchen von bodo und der inter-auswärtssieg

Die Szene, die er schildert, klingt wie ein Film: Bodø/Glimt, sein aktueller Klub, zerlegt in der Champions-League-Quali die Interisti, die später Meister werden. „Ein bisschen war das für mich ein Derby“, sagt er und lacht. „Ich habe mit Milan trainiert, mit Ibrahimović gespielt – und dann schlage ich Inter aus. Ein schöner Moment.“

Die Zahlen sind brutal: Bodø schoss Inter nieder, ging als Underdog weiter und Hauge genoss jeden Sekundenbruchteil. „Ich habe San Siro schon wieder betreten – nur diesmal als Gegner. Und ich weiß: Einmal Milan, immer Milan.“

Die champions-league-enttäuschung und blick nach vorn

Die champions-league-enttäuschung und blick nach vorn

Der Blick trübt sich, als die letzte Serie-A-Saison zur Sprache kommt. „Ich habe die Finalpartie gegen Cagliari gesehen. Das war ein K.o., der weh tut. Milan gehört in die Champions League – nicht nur wegen der Geschichte, sondern wegen der Leidenschaft der Fans.“

Doch Hauge ist Optimist. „Der Klub wird zurückkommen. Die Struktur stimmt, die Talente sind da, die Seele der Curva ist ungebrochen.“ Sein persönlicher Wunsch: „Ich möchte mit Bodo wieder ins San Siro kommen – und diesmal als Champions-League-Gegner. Das wäre das perfekte Wiedersehen.“

Haaland in der serie a? hauge zuckt mit den schultern

Haaland in der serie a? hauge zuckt mit den schultern

Natürlich spricht man über Erling Haaland. Hauge lacht. „Er würde Tore schießen wie ein V8-Motor Benzin verbraucht. Italienische Abwehrketten sind taktisch stark, aber wenn du 1,95 m groß bist, Tempo 11 und Abschluss wie ein Scharfschütze hast, findest du immer einen Weg.“

Und der Weltcup? Ein 4:1 gegen den Irak zum Auftakt. „Vier Tore, drei Punkte, aber keine Sekunde war einfach. Nach dem 1:1 mussten wir die Ruhe bewahren. Das haben wir getan – und jetzt rollt der Ball für Norwegen.“

Er lehnt sich zurück, sieht auf das grüne Rasenstück und schließt: „Milan wird wieder in der Champions League stehen. Und ich? Ich werde dort sein – wenn auch nur als Fan, der nie die Liebe verloren hat.“