Häßler schlägt alarm: 1860 münchen stürzt erneut in die regionalliga
Die Löwen sind wieder gelandet – diesmal im freien Fall bis in die Viertklassigkeit. Thomas Häßler, einst Champions-League-Duellant für 1860 München, schaut mit bitterem Blick auf Grünwalder Straße: „Das tut mir persönlich sehr, sehr leid.“
2,7 Millionen loch im etat
Das Amt für Lizenzangelegenheiten schickte den Tabellen-Achten der 3. Liga nach knapp zwei Jahrzehnten erneut in die Regionalliga. Grund: 2,7 Millionen Euro fehlten im Bewerbungsdossier. Hasan Ismaik, seit 2011 Großaktionär,er, schob diesmal keinen Cent nach – erstmals seit Jahren. Die Konsequenz: Vorstand und Aufsichtsrat kündigten den Kooperationsvertrag mit dem Jordanier. Struktur, Finanzierung, Kaderplanung – alles offen.
Häßler kennt diese Ohnmacht. „Natürlich ist das schade für so einen Traditionsverein“, sagt er Sport1. Dann fährt er fort: „Ich kann nur die Daumen drücken, dass sie schnell wieder die Kurve kriegen.“

„Fans werden weiter brüllen, egal was kommt“
Am meisten brennt dem 60-Jährigen die Zukunft der Anhänger unter den Nägeln. „Die Löwen-Fans sind immer herausragend gewesen“, betont er. „Die Unterstützung werden sie immer haben – in guten wie in schlechten Zeiten.“ Seine eigene Karriere bei Sechzig war kurz, aber intensiv: 1999 bis 2003, Quali-Duelle gegen Leeds United, fast 100 Pflichtspiele.
Jetzt wartet München auf Retter, die „dem Verein wirklich etwas Gutes wollen“. Kommen die, „dann bin ich guter Dinge, dass der Verein wieder dahinkommt, wo er hingehört – sprich in die erste oder zweite Liga“.
Die Frist bis zur Regionalliga-Lizenz läuft, die Spieler suchen neue Vereine, die Fans halten die Schals hoch. Die Geschichte von 1860 München bleibt ein offener Wunde – und gleichzeitig eine Ansage an die nächsten Investoren: Hier schlägt ein Herz, das nicht so schnell stillsteht.
