Hartenstein schlägt da silva und wagner – okc zieht als erstes in die playoffs
Isaiah Hartenstein gewinnt das deutsche Duell, Tristan da Silva und Moritz Wagner müssen zuschauen. Oklahoma City bezwingt Orlando 113:108 und sichert sich als erste Mann der Liga das Playoff-Ticket.
Hartenstein dominiert ohne korb
Kein Punkt, keine Show? Von wegen. Der 2,13-Meter-Riese liefert sieben Rebounds und acht Assists – beides Saisonbestwerte – und lässt da Silva sowie Wagner in der Defensive alt aussehen. „Er macht die Dreckarbeit, damit Shai tanzen kann“, sagt OKC-Coach Mark Daigneault nach dem Spiel. Tanzen tut MVP-Kandidat Shai Gilgeous-Alexander ohnehin: 40 Punkte, davon 16 im Schlussviertel, binnen 34 Minuten. Die Magic-Defense wirkt wie ein Wehr aus Pappmaché.
Da Silva startet als Notnagel für den weiterhin verletzten Franz Wagner, trifft drei Dreier, verliert aber jeden wichtigen Zweikampf im Finish. Moritz Wagner kommt von der Bank, trifft nur zwei Würfe, kassiert innerhalb von 90 Sekenen zwei Fouls gegen Hartenstein und fliegt vorzeitig. „Wir haben den Punch verpasst“, sagt Wagner, „Isaiah hat uns den Schneid abgekauft.“

Schröder schwankt, cavs bleiben dran
In Milwaukee sieht Dennis Schröder seine Saison-Schwankung fortgesetzt. Drei Punkte, fünf Assists, aber auch drei Ballverluste – alles in 18 Minuten. Dennoch: Cleveland gewinnt 123:116 und bleibt dank 45-Punkte-Show von Donovan Mitchell auf Playoff-Kurs. Seit sechs Spielen wechseln Sieg und Niederlage, doch Platz fünf im Osten ist weiterhin sicher. „Wir sind ein Thermometer-Team“, sagt Schröder, „mal heiß, mal kalt – Hauptsache Mai wird heiß.“
Oklahoma City feiert neunten Sieg in Folge und baut die Bestmarke der Western Conference auf 55-12 aus. Orlando dagegen rutscht nach der zweiten Niederlage hinter Miami auf Platz acht – und muss plötzlich um den direkten Einzug zittern. Die Magic haben noch zehn Spiele, doch der Vorsprung auf die Verfolger schmilzt. Hartenstein lacht trocken: „Wir wollen die Spitze, die anderen müssen jetzt rennen.“
